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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Wenn des Nachts der Alarm am Handy ertönt

MeiDresden.de  06.08.2018  17:00 Uhr - (MS) - Im Zeitalter von Handy, App und Co ist es ein leichtes sich über Gefahrenlagen zu informiren bzw. sich alarmieren zu lassen. Der Bund und die Länder haben seit Juni 2015 die Warn-App "Nina" auf den Markt gebracht. Sie warnt unteranderen vor Hochwasser und starken Unwettern. Betrieben wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katstrophenhilfe (BBK). Wie kommen die Meldungen in die App und welche Daten werden für die Warnungen genommen? MeiDresden.de fragte nach...



MeiDresden.de: Auf welche Daten für die App wird zurück gegriffen?
Hier antwortete Marianne Suntrup - Pressesprecherin vom BBK: "Die Warn-App NINA versendet drei verschiedene Arten von Warnmeldungen":
-    1. Die Bevölkerungsschutz-Warnungen werden von den zuständigen Stellen des Katastrophenschutzes (in den Ländern) oder vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe herausgegeben. Unter jeder Warnmeldung sind der Herausgeber und eine Kontaktmöglichkeit aufgeführt.

-    2. In der App werden die Hochwasserinformationen des länderübergreifenden Hochwasserportals verwendet. Die Berichte gelten dabei jeweils für ein ganzes Bundesland und können somit gleichzeitig mehrere abonnierte Orte betreffen. Die Daten und weitere Informationen finden Sie auf www.hochwasserzentralen.de

-    3. In der App werden die Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes verwendet.

Grafik/Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Die Nutzung der Warn-App NINA ist ohne die Angabe personenbezogener Daten möglich. Persönliche Daten, die die App verwendet (z. B. Ihr Standort), bleiben lokal auf dem Gerät und werden zu keiner Zeit serverseitig gespeichert, sagte Marianne Suntrup - Pressesprecherin vom BBK.

Weiter fügte sie hinzu: "Die App verwendet optional Google Analytics. Damit werden in anonymisierter Form Nutzungsstatistiken erfasst. Dies dient ausschließlich dazu, die App nutzerorientiert weiter zu entwickeln. Diese Daten lassen sich nicht mit der Identität der NutzerInnen in Verbindung bringen. Wir haben keine Möglichkeiten, diese Daten einer Person zuzuordnen und führen diese Daten auch nicht mit anderen Datenquellen zusammen. Wenn NutzerInnen "Pushbenachrichtigung für aktuellen Standort" aktiviert haben, prüft NINA bei neuen Warnungen, ob diese den jeweiligen Standort betreffen. Der Standort wird dabei nur innerhalb der App geprüft. Eine Verarbeitung oder Speicherung des Standorts auf einem Server findet nicht statt".

Auf die Frage hin, Wird die Warnung automatisch versendet, antwortete Marianne Suntrup - Pressesprecherin vom BBK: "Die Wetterwarnungen des DWD und die Warnungen der Hochwasserzentrale werden von der Warn-App NINA automatisch übernommen und versendet".

MeiDresden.de: Wann wird die Warnung versendet, und wer versendet die Warnung?
Dazu folgendes:
"Gefahreninformationen, die in NINA erscheinen, werden über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) eingegeben. Alle an MoWaS angeschlossenen Leitstellen auf Landes- bzw. kommunaler Ebene können NINA zur Warnung der Bevölkerung vor Gefahrenlagen nutzen. Bei welchen Ereignissen und ab welchem Ausmaß über MoWaS und NINA gewarnt wird, obliegt dabei der Entscheidung der verantwortlichen Stellen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten".

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe stellt dabei nur die technische Infrastruktur für die Warnung zur Verfügung, kann jedoch keinen Einfluss darauf nehmen, ob und wie Länder und Kommunen diese Infrastruktur einsetzen. Bei den großen Waldbränden zur Zeit etwa entscheiden die Leitstellen oder das zuständige Innenministerium vor Ort, ob und wann NINA zur Warnung der Bevölkerung eingesetzt wird. Es ist also in dem Fall nicht korrekt, wenn es heißt, „das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnt vor …“ Wie in der Antwort zu Frage 1 schon geschildert, ist unter jeder Warnmeldung der jeweilige Herausgeber vermerkt.

MeiDresden.de - Beitrag: Wie warnt Dresden im Katastrophenfall?
 

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