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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - March for Science: Starke Botschaft aus Dresden

MeiDresden.de  14.04.2018  15:23 Uhr - Rund 500 Teilnehmer*innen beteiligten sich in der Stadt bei bestem Wetter erneut an der weltweiten Aktion und setzten ein Zeichen für die Bedeutung von Wissenschaft. Die Mitglieder des Organisationteams, hauptsächlich Professor*innen und Studierende des Studierendenrats (StuRa) der TU Dresden, zeigten sich zufrieden mit der Aktion. Neben Köln und Frankfurt handelte es sich in Dresden um eine der größten Demonstrationen des Landes, auch wenn die Zahl der Demonstrant*innen deutschlandweit allgemein hinter den Erwartungen zurückblieb.

Als erste Rednerin sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva- Maria Stange: »Der wissenschaftliche Diskurs, wo Thesen gegen Thesen, Fakten gegen Fakten gesetzt werden, kann als Blaupause für den Streit in der Öffentlichkeit dienen.« Wissenschaftler*innen sollten sich von Populismus abgrenzen und Erklärungen bieten, denn »Aufklärung der Menschen heißt auch, dass man Zukunftsängste nehmen kann.« Professorin Dr. Esther Troost, forscht am Uniklinikum, dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und dem Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie an der Behandlung von Tumoren und schilderte aus ihren Erfahrungen, wie sehr Leistungen von Frauen noch immer unterschätzt werden. »Wir müssen als Öffentlichkeit anerkennen, dass Frauen die gleichen Gaben wie Männer haben und dies unterstützen.« Sie forderte zudem mehr Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und sagte an diesen gerichtet, »Bitte traut euch«.

Foto: Philipp Lindenau

Dieses Thema hob auch Tim Hebenstreit, Dresdner Abiturient und Preisträger bei »Jugend- Forscht« auf der Bühne hervor und forderte eine engere Zusammenarbeit von Schulen und Forschungseinrichtungen sowie mehr unbefristete Verträge in der Wissenschaft, damit Nachwuchsforscher*innen sich ernster genommen fühlten.



Zwischen den Redebeiträgen sorgten Prof. Stefan Neukamm, studierter Mathematiker und Geiger mit einem Violin-Solo, Mathe-Rapper DorFuchs, bekannt durch seinen pq-Formel- Ohrwurm, und der Dresdner Kneipenchor für Musik und Unterhaltung. Beim abschließenden »Forum der Ideen« auf dem Altmarkt konnten Interessierte dann nach der Demonstration mit Wissenschaftler*innen ins Gespräch kommen und an Ständen kleine Experimente bestaunen oder sogar selbst ausprobieren. Neben den Kundgebungsteilnehmer*innen blieben auch Passant*innen stehen, um anhand eines Miniatur-Teilchenbeschleunigers zu erfahren, wie am Großforschungszentrum CERN in der Schweiz die Beschaffenheit der Materie erforscht wird. Ein weiteres Highlight war die Möglichkeit mit Fernrohren die Oberflächenbeschaffenheit der Sonne aus der Nähe beobachten zu können.

Quelle: March for Science

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