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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Nach dem Kunstraub im Grünen Gewölbe - Viele Fragen offen - 91 Hinweise eingegangen

MeiDresden.de  26.11.2019  13:20 Uhr - (MS) - update - 26.11.2019 15:11 Uhr - Der Schock über den Kunstraub im Schloss ist allgegenwertig. Es bleiben weiterhin viele offene Fragen, auf die es derzeit keine Antworten gibt. Den Einbruch begingen zwei Personen, welche man auch auf dem Video  mit den Taschenlampen sieht. Schaut man sich die fehlenden Elemente des Gitters an, so müssen es sehr schlanke Personen gewesen sein. Wie Polizeisprecher Thomas Geithner gegenüber MeiDresden.de bestätigte, ist das gefundene Auto auch dass Tatfahrzeug. Die Ermittlungen laufen vor Ort. Es sind rund 91 Hinweise eingegangen aber eine heiße Spur gibt es nicht dabei. Die Kriminaltechnik wird noch den ganzen Tag vor Ort sein.

Foto: MeIDresden.de (Handy)

Woher wussten die Täter das es an der Augustusbrücke einen Stromverteiler gibt, der die umliegendenb Gebäude und die Laternen schaltet?
Wie konnten die Täter ungehindert am Gitter handwerken und dann das Sicherheitsglas des Fensters einschlagen?

update - 26.11.2019 15:11 Uhr - Pressemeldung Polizei Dresden - Nach dem Einbruch in das Historische Grüne Gewölbe in der Landeshauptstadt Dresden hat die 20-köpfige Sonderkommission „Epaulette“, unter Leitung des Kriminalrates Olaf Richter (51) in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Dresden die Untersuchungen in dem Fall weiter vorangetrieben. Im Zuge der Ermittlungen hat sich der Hinweis bestätigt, wonach die Täter mit einem Audi A6 vom Tatort flüchteten und diesen kurze Zeit später in einer Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße in Brand setzten. So fanden die Ermittler Spuren vom Tatort im Wrack des Fahrzeuges. Damit ist auch die Tiefgarage ein Tatort und wurde vorübergehend abgesperrt. Vor diesem Hintergrund werden Kriminalisten auch Befragungen im Umfeld durchführen.

Weiterhin gehen die Kriminalisten davon aus, dass der Brand des Stromverteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke mit dem Einbruch in Verbindung steht. Der Verteilerkasten ist vorsätzlich in Brand gesetzt worden, woraufhin die Straßenbeleuchtung in der Umgebung des Tatortes ausfiel.

Kriminalrat Olaf Richter: „Insgesamt sprechen die Umstände für eine zielgerichtete und vorbereitete Tat.“
Am Dienstagvormittag untersuchten die Spezialisten des Landeskriminalamtes Sachsen nochmals den Tatort. Die Tatortarbeit wird aktuell fortgesetzt.

Eine abschließende Bestandsaufnahme der tatsächlich gestohlenen Schmuckstücke war aufgrund der polizeilichen Tatortarbeit bislang nicht möglich. Diese wird erst nach deren Abschluss von den Verantwortlichen des Historischen Grünen Gewölbes durchgeführt. In Anlehnung an den gestrigen Tatzeitraum waren heute früh Beamte der Bereitschaftspolizei im Bereich des Tatortes unterwegs und befragten Passanten. In diesem Zusammenhang sprachen Kriminalisten auch bereits mit Gästen eines Hotels in unmittelbarer Tatortnähe. Entscheidende Hinweise ergaben sich aus den Gesprächen bislang nicht.

Aufgrund des gestrigen Zeugenaufrufes sind bei der Dresdner Polizei bislang 91 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Diese werden nun geprüft. Gleichzeitig hat die Soko „Epaulette“ einen Link auf das Hinweisportal der Polizei aktiviert. Dort können insbesondere auch Bild- und Videohinweise zur Straftat an die Polizei weitergegeben werden. Das Portal ist unter dem Link  https://sn.hinweisportal.de  zu erreichen.

Dahingehend wendet sich die Polizei nochmals an die Bevölkerung und fragt: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen?

MeiDresden.de  25.11.2019  15:23 Uhr - (MS) - update - 26.11.2019 06:11 Uhr - Am Montagmorgen drangen unbekannte Täter in das historische Grüne Gewölbe Dresden ein. Sie haben ein ein Gitter durchtrennt und sind dann durch das Fenster ins Gebäude eingetrungen. Sie haben eine Vitrine eingeschlagen und haben dann drei Schmuckstücke gestohlen. Dabei handelte es sich um ein Diamant und zwei Brilliant-Ensemble. Ob der Brand in einem Stromkasten unweit des Einbruches im Zusammenhang mit der Tat steht ist noch unklar. Wie die Polizei auf einer Pressekonferenz bestätigte, gab es diesen Brand und bestätigte auch den Ausfall sämtlicher Laternen am Schloss. Ministerpräsident Michael Kretschmer, Innenminister Wöller und Eva Stange haben sich vor Ort ein Bild gemacht und sprachen von einem großen Kulturpolitischen Schaden für Sachsen.  Der Schaden kann nicht beziffert werden. Polizeibeamte stellten einen Sichtschutz unmittelbar am Tatort auf. Es wurden Spuren gesichert und die Kriminaltechnik ist im Einsatz. Der Diebstahl wurde vom Sicherheitspersonal via Kamera beobachtet, griff aber nicht ein sondern rief die Polizei. Das wurde nun auch bestätigt. 

Die Polizei veröffentlichte nun Bilder der Schmuckstücke. Auch das Überwachungsvideo wurde freigegeben. Auf diesen sieht man zwei Einbrecher wie sie mit Wucht auf die Vitrine einschlagen.

Quelle: Polizei Sachsen

Quelle: Polizei Sachsen

 


Innenminister Wöller zum Kunstraub im Grünen Gewölbe Dresden - Sachsens Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller zum heutigen Kunstraub im Grünen Gewölbe Dresden:
»Das ist ein bitterer Tag für das historische Erbe Sachsens! In den frühen Morgenstunden sind mehrere Täter in das Grüne Gewölbe in Dresden eingebrochen und haben Kunstschätze von unvorstellbarem Wert gestohlen. Es ist nicht der materielle Wert allein, der hier zu beklagen ist, sondern ist es die geschichtliche Bedeutung für uns Sachsen, die hinter den entwendeten Kunstgegenständen steht. Unser Ministerpräsident hat zurecht festgestellt: Sachsen ist in dieser Nacht bestohlen worden! Dies ist ein Anschlag auf die kulturelle Identität der Sachsen. Wir müssen nach dem Stand der Dinge davon ausgehen, dass es sich bei den Kunsträubern um Profis gehandelt hat, die exakt wussten was sie wollten und was sie tun. Die Polizei hat die eine Sonderkommission gebildet und arbeitet unter Hochdruck an der Aufklärung des Falles.«


Eva Stange schaute sich den tatort an   Foto: MeiDresden.de

Zum Kunstraub im Grünen Gewölbe der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erklärt Sachsens Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange:

»Bei dem Einbruch ins Grünen Gewölbe sind wertvolle Kunstgegenstände entwendet wurden. Wir kennen das genaue Ausmaß des Raubes noch nicht. Aber schon jetzt ist klar, dass für den Freistaat ein immenser kunst- und kulturhistorischer Schaden entstanden ist. Die gestohlenen Schmuckstücke gehören gewissermaßen zu den Kronjuwelen der sächsischen Könige. Sie gehören nach Sachsen. Die Ermittlungsbehörden unternehmen alles, um die Gegenstände möglichst unbeschädigt zurückzubekommen. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Die Staatsregierung unterstützt Staatsanwaltschaft, Polizei und die Staatlichen Kunstsammlungen in allen Belangen und ist über alle Schritte informiert.« 


roter Pfeil-Tatort  Foto: MeiDresden.de

Spurensicherung an der Schinkelwache  Foto: MeiDresden.de

Foto: MeiDresden.de


Einbruch in Historisches Grünes Gewölbe
•         Schmuckstücke gestohlen
•         Täter auf der Flucht
•         Polizei richtet Sonderkommission ein
 
Zeit:     25.11.2019, 04.56 Uhr festgestellt
Ort:      Dresden-Altstadt


Heute Morgen sind Unbekannte in das Historische Grüne Gewölbe an der Straße Taschenberg eingebrochen und haben aus einer Vitrine hochwertige Schmuckstücke gestohlen.

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes alarmierten die Dresdner Polizei am frühen Morgen über den Einbruch. Diese leitete daraufhin umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, an denen unter anderem 16 Funkstreifenwagen beteiligt waren. Gleichzeitig wurden die Bundespolizei sowie angrenzende Polizeidienststellen in die Maßnahmen mit einbezogen. Die Täter konnten bislang nicht ergriffen werden. Die Fahndung dauert an.

Nach einer Untersuchung der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen haben die Täter zunächst ein Fenstergitter des Gebäudes in Richtung Sophienstraße zerstört. Danach zerstörten sie das dahinterliegende Glaselement und drangen in die Räume ein. Im Anschluss zerstörten sie mit einer Axt eine Vitrine, die im sogenannten Juwelenzimmer stand. In der Folge stahlen sie aus dieser mehrere mit Edelsteinen besetzte Schmuckstücke. In Gänze dauerte die Tat nur wenige Minuten.

Hinweisen zufolge sind die Einbrecher mit einem Audi A6 vom Tatort geflüchtet. Ein baugleiches Fahrzeug wurde später in einer Tiefgarage an der Kötzschenbroder Straße in Brand gesetzt. Der Audi wurde von Kriminalisten untersucht und sichergestellt.

Gleichzeitig gehen die Kriminalisten davon aus, dass der Brand eines Verteilerkastens in der Nähe der Augustusbrücke im Zusammenhang mit dem Einbruch steht. Durch das Feuer fiel in der Umgebung des Tatortes die Straßenbeleuchtung aus.

Vor dem Hintergrund der Geschehnisse hat die Polizeidirektion Dresden eine Sonderkommission ins Leben gerufen. In der Kommission, die den Namen „Epaulette“ trägt, arbeiten aktuell 20 Kriminalisten an der Klärung des Falls.

Im Verlauf des Vormittages werteten Kriminalisten die Aufzeichnungen der Überwachungskameras des Historischen Grünen Gewölbes aus. Auf diesen ist einer der Einbrecher zu sehen. Die Kriminalpolizei geht jedoch davon aus, dass weitere Täter beteiligt waren.

Nach bisherigen Erkenntnissen sind verschiedene Schmuckstücke, unter anderem auch eine Epaulette, gestohlen worden.

Die Polizei fragt: Wer hat Wahrnehmungen im Zusammenhang mit der Straftat gemacht? Wer hat verdächtige Personen am Tatort gesehen? Wer kann Hinweise zum Verbleib der gestohlenen Gegenstände geben? Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen.


 

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