MeiDresden.de  03.06.2020  14:50 Uhr - Noch fahren die Schiffe  der Sächsischen Dampfschiffahrt, aber wie lange noch?  Was geschieht da eigentlich gerade mit der Sächsischen Dampfschiffahrt in Dresden? Mitarbeiter protestierten auf dem Dampfer Dresden. Sie haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Die Sächsische Dampfschiffahrt befand sich in einem Restrukturierungsprozesses. Immer wieder hat die SDS mit den Wiedrigkeiten der Elbe zu tun. Die Schiffe gehören zu Dresden, sie dürfen nicht sterben. Zu der Anfrage, dass es einen Insolvenzantrag der SDS gibt, wollte sich das Pressebüro nicht äußern. Mehrere Dresdner Medien berichteten über einen gestellten Antrag. Am Freitag soll es weitere Informationen geben, wie es weiter geht!

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Auf der Elbe prägen die Dampfschiffe der „Weißen Flotte“ seit über 180 Jahren das Bild im Elbtal und von Sachsen, auch über die Landesgrenzen hinaus. Die älteste Raddampferflotte der Welt erlebte Glanzzeiten, stand immer wieder vor großen Veränderungen und steht nun erneut vor Herausforderungen.

Wir bieten ab 05.06. folgende Fahrten an:

- Stadtfahrt zu Wasser - täglich ab Dresden Terrassenufer 10:45 / 13:20 & 16:00 Uhr
- Schlösserfahrt - täglich ab Dresden Terrassenufer 10:00 & 14:30 Uhr

Tickets können online erworben werden. 
Ab dem 05.06. wird ein Mitarbeiter unseres Serviceteams für Sie mobil am Terrassenufer für Fragen und den Ticketerwerb zur Verfügung stehen.

MeiDresden.de  28.05.2020  14:00 Uhr - Noch fahren die Schiffe  der Sächsischen Dampfschiffahrt, aber wie lange noch? Mehr Informatiomnen soll es in der nächsten Woche geben, wie es weiter geht.   Was geschieht da eigentlich gerade mit der Weißen Flotte in Dresden? Mitarbeiter protestieren auf dem Dampfer Dresden. Sie haben Angst um ihre Arbeitsplätze. Die Sächsische Dampfschiffahrt befand sich in einem Restrukturierungsprozesses. Am Donnerstag sollten die Ergebnisse in einer Pressekonferenz bekannt gegeben werden. Doch dazu kam es nicht. "bei der Sächsischen Dampfschiffahrt (SDS) ist es heute kurzfristig zu neuenEntwicklungen gekommen", teilte das zuständige Pressebüro mit. Immer wieder hat die SDS mit den Wiedrigkeiten der Elbe zu tun.

Statement der Geschäftsführung:
Zur aktuellen Situation bei der Sächsischen Dampfschiffahrt: „Wir brauchen mehr als eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.“

Dresden, 28. Mai 2020. Bereits seit 2019 befindet sich die Sächsische Dampfschiffahrt (SDS) in einem Restrukturierungsprozess. „Im Sommer 2019 standen wir vor einer großen finanziellen Herausforderung, die wir mithilfe und dem Vertrauen unserer Kommandidisten und den Gesellschaftern gemeistert haben. Auch Dank des damals vom Freistaat Sachsen über die Sächsische AufbauBank (SAB) zugesagten und bewilligten Kapitals, konnten wir einen umfangreichen Restrukturierungsprozess zur Sicherung der Dresdner Flotte beginnen“, sagt Karin Hildebrand, Geschäftsführerin der SDS. In den letzten Monaten haben Unternehmensführung und Mitarbeiter gemeinsam an der Zukunftsfähigkeit für die älteste Dampfschiffflotte der Welt gearbeitet. „Die im letzten Jahr von Gesellschaftern und Kommanditisten beschlossene Restrukturierung war eigentlich abgeschlossen. Dabei war die Unternehmensgruppe so gut wie saniert und befand
sich kurz vor Ziellinie“, so Karin Hildebrand.

„In den letzten 12 Monaten haben wir unsere Hausaufgaben gemacht, Prozesse weiter optimiert und alles so überarbeitet, dass wir auch bei niedrigem Elbestand fahren können. Für die Hauptsaison sind wir mit dem neuen Sommer- und Niedrigwasserfahrplan prima aufgestellt und haben eine gute Perspektive“, so Karin Hildebrand weiter. Auch die Tochterfirmen waren in den vergangenen Jahren erfolgreich und wichtige Pfeiler der Wirtschaftlichkeit der SDS-Gruppe.

Doch die Corona-Pandemie hat die SDS erneut in schwieriges Fahrwasser gebracht. Von diesen Beschränkungen sind sowohl die Sächsische Dampfschiffahrt als auch die erfolgreichen Tochterfirmen der SDS betroffen: Als Catering-, Event- und Personalserviceunternehmen leiden sie unter den wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 und den Einschränkungen im Tourismus- und Gastronomiebereich.

Zusätzliche Belastung
Dies führt zu einer zusätzlichen Belastung der SDS und infolge zu weiterem finanziellen Bedarf, den das Unternehmen ursprünglich gemeinsam mit Gesellschaftern, Kommanditisten und Partnern decken wollte. „Mit dem Freistaat Sachsen steht zusammen mit der Sächsischen AufbauBank und der Ostsächsischen Sparkasse seit jeher ein wichtiger und zuverlässiger Partner auch in schwierigen Zeiten an der Seite der Sächsischen Dampfschiffahrt“, sagt Karin Hildebrand weiter.  

Auszahlung kann nicht erfolgen  
Seit dem Morgen des 28. Mai 2020 ist nun einiges anders: Eine wesentliche Stütze der Restrukturierung war ein von der SAB im letzten Jahr bewilligtes Darlehen in Höhe von zwei Millionen Euro. Für Ende Mai 2020 war die Zahlung der zweiten Tranche geplant. Die SAB hat die Geschäftsführung der SDS in einem Schreiben darüber informiert, dass diese geplante Auszahlung aus förderrechtlichen Gründen nicht erfolgen kann. „Dadurch müssen wir unsere bisherigen Pläne und Finanzierungslösungen neu bewerten“, sagt Jeffrey Pötzsch, eschäftsführer der SDS.

Geschäftsführung prüft aktuelle Situation
Derzeit prüfen beide Geschäftsführer die aktuelle Situation und arbeiten mit Hochdruck an Lösungen und Auswegen. „Im Vordergrund steht für uns der Erhalt der Sächsischen Dampfschiffahrt mit der ältesten Raddampferflotte der Welt sowie der Arbeitsplätze“, so Jeffrey Pötzsch weiter.

Weiteres Vorgehen: „Binnen Wochenfrist brauchen wir eine Lösung“ Zeitnah wird sich die Geschäftsführung mit dem Verwaltungsrat der Sächsischen Dampfschiffahrt über die aktuelle Situation austauschen. In diesem Gremium sollen verschiedene Lösungswege diskutiert werden. Zudem spricht die SDS mit möglichen Finanzierungspartnern wie dem Freistaat Sachsen, der SAB, der Landeshauptstadt Dresden und der Ostsächsischen Sparkasse über verschiedene Optionen. Parallel bereitet das Unternehmen eine Sanierung in Eigenverwaltung vor. „Binnen Wochenfrist benötigt die Sächsische Dampfschiffahrt eine Lösung“, sagt Geschäftsführerin Hildebrand.

Mitarbeiter wichtiger Partner – Gehälter für Mai kommen
Die Absage der SAB hat besonders unsere Mitarbeiter getroffen. „Wir mussten ihnen heute morgen mitteilen, dass sich die Zahlung der Maigehälter verzögern wird“, so Karin Hildebrand. „Und wir verstehen, dass sich unsere Kollegen um ihre Arbeitsplätze und die Zukunft der Dampfschiffflotte sorgen. Gleichzeitig sind wir uns als Geschäftsführung unserer Verantwortung für unsere Mitarbeiter bewusst. Wir werden alles dafür tun, die Gehaltszahlungen so schnell wie möglich nachzuholen.“

Schiffe fahren
Die derzeitige Situation ändert nichts an Saisonstart und Fahrplan: Ab Freitag, 29. Mai 2020 fährt die „Weiße Flotte“ wieder die Elbe auf und ab. Auch die Buchungen und gekaufte Tickets sind gültig und können eingelöst werden.

Verantwortung des Freistaates Sachsen: „Unsere Dampfschiffe gehören zu Sachsen“
„Wir stehen bereit, für das Traditionsunternehmen, die Schiffe und die Arbeitsplätze zu kämpfen. Für das Weiterbestehen der ältesten Dampfschiffflotte benötigen wir nun mehr als nur eine Handbreit Elbewasser unter dem Kiel“, sagt Jeffrey Pötzsch. „Unsere Dampfschiffe gehören zu Sachsen wie Elbe, Elbsandsteingebirge, Frauenkirche, Semperoper, Blaues Wunder und Dynamo Dresden“, so der Geschäftsführer weiter. „Nun hoffen wir und gehen davon aus, dass sich Sachsen der Bedeutung der Schiffe bewusst ist. Wir wünschen uns, dass der Freistaat seine Mitverantwortung für die Sächsische Dampfschiffahrt annimmt und ihr gerecht wird. Wir haben die große Hoffnung, dass sich die Sächsische Staatsregierung an einer langfristigen Lösung aktiv beteiligen will und wird“, erklärt Jeffrey Pötzsch zum Schluss.  Quelle: Sächsische Dampfschiffahrts-GmbH & Co. Conti Elbschiffahrts KG

 

 

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Unser Fahrplan steht als Download zur Verfügung. Tickets können derzeit ausschließlich online erworben werden! Wir rechnen damit, zu Beginn der Sommerferien einen umfangreichen Fahrplan anbieten zu können.

Weitere Informationen, unter anderem zu Vorsichtmaßnahmen an Bord und häufig gestellten Fragen, erhalten Sie auf der Website.

Quelle: Sächsische Dampfschiffahrt

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