Mit Blühstreifen am Rand von ausgewählten Feldern wird das Programm "Ährenwort" auf Initiative der „Saalemühle+Dresdener Mühle“ nun auf eine neue Stufe gehoben. Damit engagieren sich die Partner für mehr Artenvielfalt und Biodiversität in der Region.

Vom Getreide über das Mehl bis zur fertigen Backware - seit 1993 steht das Qualitätsprogramm "Ährenwort" für die Zusammenarbeit von Landwirt, Mühle und Bäcker in der Region. Es garantiert die Qualität, die Sicherheit, die Transparenz und die Rückverfolgbarkeit der Produkte – vom Feld des regionalen Ährenwort-Landwirtes bis zum Ährenwort-Bäcker.Mit Blühstreifen am Rand von ausgewählten Feldern wird das Programm "Ährenwort" auf Initiative der „Saalemühle+Dresdener Mühle“ nun auf eine neue Stufe gehoben. Damit engagieren sich die Partner für mehr Artenvielfalt und Biodiversität in der Region.

 Artenvielfalt vs. Bienensterben - Neue Blühstreifen an Getreidefeldern (Foto Michael Schmidt) Artenvielfalt vs. Bienensterben - Neue Blühstreifen an Getreidefeldern (Foto Michael Schmidt)

Derzeit arbeiten 150 Landwirte und 260 Handwerksbäcker in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg gemeinsam mit der „Saalemühle+Dresdener Mühle“ im „Ährenwort-Programm“ mit.

Zurzeit sind in Sachsen 61 ha mit Blühstreifen bestellt. Für die gesamte Mühlengruppe sind es 200 Hektar in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sie werden durch den Landwirt angelegt und gepflegt. Dafür erhält er von der „Saalemühle+Dresdener Mühle“ die Blühmischung und eine Ausgleichszahlung. Die Blühflächen sind auf einer Karte unter https://www.aehrenwort.de/ verzeichnet.

Die Verbraucher können ein Teil des Ährenwort-Versprechens werden Regionalität und eine intakte Umwelt - das sind auch Wünsche von vielen Verbrauchern in Sachsen. Die Partner des Programms "Ährenwort" fühlen sich damit bestätigt, zusätzlich zu staatlichen Förderprogrammen auch eine eigene Blühstreifen-Initiative zu starten und zu finanzieren, um dem Rückgang der Artenvielfalt entgegen zu wirken und Verantwortung für eine intakte Umwelt in der Zukunft zu übernehmen.

„Wir laden die Verbraucher herzlich ein, das Programm Ährenwort und unser Engagement für mehr Biodiversität in unserer Region zu unterstützen", erklärt Dirk Willkomm, Vertriebsleiter der Dresdener Mühle. „Das gelingt durch die bewusste Entscheidung für die Brötchen vom Handwerksbäcker oder das Mehl mit dem Ährenwort-Siegel im Supermarkt. So bleibt die Wertschöpfung in der Region und wir können unsere Initiative weiter ausbauen."

Wie wichtig regionale Vermarkungsketten sind, das zeigte sich gerade in letzter Zeit

Dazu erklärt Rico Uhlig, Obermeister der Bäcker-Innung Dresden: „Ich freue mich sehr über die Initiative der Mühle, die mit der Vermarktung von unserem mittelsächsischen Qualitätsgetreide einen neuen Aufschlag wagt und dabei nachhaltig auf biologische Vielfalt setzt. Gerade die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig regionale Vermarktungsketten sind, um eine hochwertige und gleichbleibende Qualität sicherzustellen. „Ährenwort“ – das ist für uns Dresdner Innungsbäcker ein Qualitätssiegel, das auf Regionalität setzt vom Landwirt über die Mühle bis zum Handwerksbäcker.“

Landwirt Andreas Partzsch, Anbauberaterin der Mühle Konstanze Fritzsch. Bäckermeister Rico Uhlig   (Foto Michael Schmidt)Landwirt Andreas Partzsch, Anbauberaterin der Mühle Konstanze Fritzsch. Bäckermeister Rico Uhlig (Foto Michael Schmidt)

Der Feldrand wird zur Bienenweide
Die Blühflächen werden in enger Partnerschaft mit den Landwirten an den einzelnen Getreidefeldern angelegt. Konstanze Fritzsch, Anbauberaterin der Dresdener Mühle, erklärt: „Damit die Blühflächen für Tiere und Pflanzen besonders wirksam sind, sind diese mindestens sechs Meter breit und werden darüber hinaus sogar bis Anfang September im wahrsten Sinne des Wortes gehegt und gepflegt – statt mit der Ernte wieder entfernt zu werden. Das Saatgut und die Kosten für die Bearbeitung der Flächen übernimmt die Mühle. Für ihren Arbeitsaufwand erhalten die Landwirte eine Ausgleichszahlung.“

Für die Aussaat werden ausgewählte Blühmischungen verwendet, die ein- oder mehrjährig sind, je nach Fruchtfolgeplanung durch den Landwirt. Die Landwirte können die Blühmischung oder Bienenweidenblühmischung selbst auswählen. Da blühen zum Beispiel Alexandrinerklee, Phacelia, Blaue Lupine, Sonnenblumen, Futtererbse, Serradella, Sommerwicke, Wilde Malve, Borretsch, Dill und Ringelblume. Es müssen mindestens fünf verschiedene Blühpflanzen in der Mischung enthalten sein. Die Landwirte können diese Flächen frei anlegen, zum Beispiel am Feldrand oder an Schlagecken.

Das Programm Ährenwort ist in der Dresdener Mühle ein Schritt zur CO2 Neutralität

Dirk Willkomm betont: „Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Ährenwort - Landwirten, der Mühle und den Bäckern ist enorm wichtig, um unseren gemeinsamen
Kunden im Bäckerfachgeschäft stets nachhaltig erzeugte und gesunde Qualitätsbackwaren anbieten zu können. Außerdem nimmt das weiterentwickelte Ährenwort Qualitätsprogramm eine Schlüsselrolle zum Erreichen unseres Zieles "CO2 Neutralität" ein."

 

Quelle: PR Mutschke

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