Am Montag startete die Polizei Dresden ein Sicherheitsprojekt für Radfahrer. Die Beamten kontrollierten auf der Chemnitzer Straße in Dresden den Abstand von PKW zum Fahrrad beim überholen.

Am Montag startete die Polizei Dresden ein Sicherheitsprojekt für Radfahrer. Die Beamten kontrollierten auf der Chemnitzer Straße in Dresden den Abstand von PKW zum Fahrrad beim überholen. Mit der Novelle der Straßenverkehrsordnung vom 28. April 2020 wurden konkrete Abstandsregelungen beim Überholen eingeführt. Unter anderem müssen Autofahrer nunmehr innerorts anderthalb und außerorts mindestens zwei Meter Seitenabstand zu Radfahrern und Fußgängern einhalten.

Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer   (Foto: MeiDresden.de)Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer (Foto: MeiDresden.de)

Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer   (Foto: MeiDresden.de)Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer (Foto: MeiDresden.de)

30,00 Euro kostet die Missachtung des Abstandes zum Fahrrad. Gleich mehreren Fahrzeughalter wurden rausgewunken.

Die Polizeidirektion Dresden will im Rahmen eines Sicherheitsprojektes auf diese neue Regelung hinweisen und die Verkehrsteilnehmer entsprechend sensibilisieren. Dahingehend werden im Rahmen der Kampagne »Respekt durch Rücksicht!« alle Funkstreifenwagen der Polizeidirektion Dresden mit einem Aufkleber versehen, der auf den erforderlichen Seitenabstand aufmerksam macht. Ferner sind Verkehrskontrollen an geeigneten Standorten vorgesehen, um Verkehrsteilnehmer bei entsprechenden Verstößen festzustellen und auf die neuen Bestimmungen hinzuweisen.

Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer    Gerald Baier (Leiter der Verkehrspolizeiinspektion der Polizeidirektion Dresden) und Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller (Foto: MeiDresden.de)Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer Gerald Baier (Leiter der Verkehrspolizeiinspektion der Polizeidirektion Dresden) und Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller (Foto: MeiDresden.de)

Gegenseitig Rücksicht zu nehmen gehört zu den obersten Geboten im Straßenverkehr. Durch das Einhalten des Abstandes beim Überholen schützen wir insbesondere die besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmer, wie die Radfahrer. Mit dem nunmehr gestarteten Sicherheitsprojekt wird die Polizei Sachsen wichtige Erfahrungen bei der Umsetzung entsprechender Kontrollmaßnahmen sammeln können.

Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller

Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer   (Foto: MeiDresden.de)Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer (Foto: MeiDresden.de)

Mit der aktuellen Aktion möchten wir Autofahrer für einen ausreichenden Seitenabstand beim Überholen von Radfahrern sensibilisieren. Nur wer Verkehrsregeln kennt und sich den Gefahren im Straßenverkehr bewusst ist, kann Unfälle vermeiden. Respekt durch Rücksicht bedeutet auch, einen Perspektivwechsel zuzulassen. Das gilt für alle Verkehrsteilnehmer gleichermaßen.

Gerald Baier (Leiter der Verkehrspolizeiinspektion der Polizeidirektion Dresden)

Der ADFC begrüßt die Aufnahme des Überholabstands von Radfahrern in die StVO. Wir finden es richtig, dass Minister Wöller das Thema nun in den Blick nimmt und mit einem Pilotprojekt zur Abstandsmessung in Sachsen vorangeht. Die Aufkleber auf allen Streifenwagen in Dresden sind ein wichtiger erster Schritt, um Autofahrer auf ausreichenden Überholabstand aufmerksam zu machen.

Niklas Schietzold (Vorsitzender des ADFC Sachsen e.V.

Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer   (Foto: MeiDresden.de)Polizeidirektion Dresden startet Sicherheitsprojekt für Radfahrer (Foto: MeiDresden.de)

Hintergrundinformationen:
Die Polizeidirektion Dresden hat bereits 2019 die Kampagne »Respekt durch Rücksicht« ins Leben gerufen. Bei dieser Verkehrssicherheitskampagne handelt es sich um eine Initiative auf Grund der negativen Verkehrsunfallentwicklung mit Radfahrerbeteiligung. Im Rahmen der Kampagne intensiviert die Polizei u. a. die Verkehrsüberwachungsmaßnahmen und Verkehrskontrollen von Fahrradfahrern. Die Kontrollorte richten sich dabei nicht nur nach statistisch erfassten Unfallhäufungsstellen, sondern auch nach den Hinweisen von Bürgern, die im vergangenen Jahr über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen mitteilen konnten, wo sie welche Verstöße beobachtet haben.

 Quelle: Sächsisches Staatsministerium des Innern

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