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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Integrationsministerin Köpping informiert sich in Dresdner Erstaufnahmeeinrichtung und stellt Animationsfilm zur Erstorientierung vor
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MeiDresden.de  21.04.2017  19:10 UhrBei einem Besuch in einer vom Deutschen Roten Kreuz e.V. betriebenen Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Dresden Friedrichstadt hat sich die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, heute Vormittag gemeinsam mit dem Präsidenten der Landesdirektion, Dietrich Gökelmann, einen Eindruck über die aktuelle Situation vor Ort verschafft.

Petra Köpping: „Auch wenn in den vergangenen Monaten weniger Menschen nach Sachsen gekommen und die Kapazitäten in den EAE teilweise verringert worden sind, sind diese Einrichtungen nach wie vor wichtig. Aus diesem Grund besuche ich alle sächsischen EAE, um zu erfahren, wie die Maßnahmen zur Erstorientierung von Asylsuchenden greifen. Mit den Wegweiserkursen zur kulturellen Erstorientierung für alle Asylsuchenden, die in die EAE kommen, sind wir in Sachsen Vorreiter. Denn unser Angebot ist eine Brücke, um das Ankommen in den Kommunen zu erleichtern. Mit dem gemeinsamen Erklärfilm-Projekt ergänzen wir dieses Angebot sinnvoll. Wir wollen die Menschen nicht sich selbst überlassen. Deshalb liegt mir viel daran, ihnen bereits in der Zeit, die sie in den EAE verbringen, wenigstens ein Stück weit Orientierung und Halt zu vermitteln.“

Die Erstaufnahmeeinrichtung an der Bremer Straße verfügt über eine Unterbringungskapazität von 500 Asylsuchenden und ist derzeit zu rund 12 Prozent ausgelastet. Sie wird voraussichtlich noch bis Mitte 2018 in Betrieb sein. Für diesen Zeitraum ist der planmäßige Nutzungsbeginn einer größeren Erstaufnahmeeinrichtung am Hammerweg angesetzt. Im Rahmen des Vor-Ort-Termins wurde außerdem ein Animationsfilm gezeigt, der im vergangenen Jahr in einem gemeinsamen Projekt der Integrationsministerin und des DRK produziert wurde. Mithilfe unmissverständlicher Bilder  werden Asylbewerberinnen und Asylbewerber in wenigen Minuten über geltende Regeln des Zusammenlebens in der Erstaufnahmeeinrichtung aufgeklärt.

Rüdiger Unger, Vorstandsvorsitzender des DRK Landesverbandes Sachsen e.V.:
„Unsere Erfahrungen im Umgang mit der Vielzahl an Menschen unterschiedlicher Ethnien und großer Sprachenvielfalt innerhalb der Erstaufnahmeeinrichtungen haben uns bereits 2015 gezeigt, dass es notwendig ist, klare und auch nonverbal verständliche Regeln zu vermitteln. Der Erklärfilm zeigt sich nun als hervorragende Ergänzung unserer bisherigen Maßnahmen. Der Film kommt bei unseren Bewohnern sehr gut an. Sie schätzen vor allem die einfach verständlichen Hinweise zur Hausordnung und die Gebote zu Verhaltensregeln.“

Der Präsident der Landesdirektion zeigte sich angesichts der positiven Resonanz erfreut und hob die große Bedeutung wirksamer Orientierungs- und Integrationshilfen hervor: „Ein geordnetes, friedliches Zusammenleben in den Erstaufnahmeunterkünften funktioniert nur mit klaren Regeln, an die sich alle halten. Um diese Regeln zu vermitteln, ist der heute gezeigte Film ein wichtiges Instrument.“

Quelle: Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration

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