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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - Dresdner demonstrieren für freie Wissenschaft beim March for Sciense

MeiDresden.de  22.04.2017  17:45 Uhr - Am Samstagnachmittag demonstrierten rund 1500 Menschen beim March for Sciense für die Freiheit der Wissenschaft in Dresden. Die wachsende Sorge vor einer zunehmenden Einschränkung der Wissenschaft hat Tausende Menschen in ganz Deutschland zum "March for Science" am Samstag auf die Straße getrieben.

Ministerin Stange begründete ihre Teilnahme am Science March: „Die Freiheit von Forschung und Lehre ist zurecht im Grundgesetz und in der Sächsischen Verfassung verankert und ein hohes Gut in einer Demokratie. Wissenschaft hat die Aufgabe, frei von politischen Zwängen Fragen an die Natur und an die Gesellschaft zu stellen und ihrer Beantwortung mit wissenschaftlichen Mitteln und Methoden nachzugehen.

Dafür trete ich mit meiner Teilnahme beim Science March ein.“ Sie ergänzt: „Wissenschaftlich fundierte Fakten sind wichtige Grundlagen nicht nur um neues Wissen oder Technologien zu generieren, sondern auch, um gesellschaftliche Prozesse zu verstehen und Entwicklungen voranzutreiben. Gleichsam sind wissenschaftliche Erkenntnisse aber auch nicht für immer und ewig unveränderbar. Wissenschaft ist frei, auch mit neuer Erkenntnis die „Welt auf den Kopf“ zu stellen.“
 

Foto: xcitePRESS

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Der „March for Science“, wie er offiziell heißt, fand am 22. April, dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen „Tag der Erde“ statt. Er wird in vielen Städten weltweit mit einer Demonstration für die Verteidigung der Rolle, die die Wissenschaft für Gesundheit, Sicherheit, Wirtschaft und Regierungen spielt, begangen. Auslöser des weltweiten Science March sind US-Wissenschaftler, die sich nach der Wahl des offen wissenschaftskritischen US-Präsidenten Donald Trump zusammengefunden haben und seitdem immer mehr Sympathisanten weltweit gewinnen.

Foto: xcitePRESS

Aus Anlass des am Samstag stattfindenden "Science March" erklärte Außenminister Gabriel:
"In vielen Städten Deutschlands und weltweit gehen Menschen morgen auf die Straße, um ein sichtbares Zeichen für die Freiheit der Wissenschaft zu setzen. Gerade Deutschland als Hochtechnologieland verdankt seine internationale Vernetzung einer hoch innovativen Forschungslandschaft aus Universitäten, Hochschulen, forschenden Unternehmen und Wissenschaftsorganisationen. Freie Forschung und Lehre sind tragende Säulen einer offenen und modernen Gesellschaft. Ich sehe deshalb mit Sorge, wie Wissenschaftsfreiheit zunehmend unter Druck gerät, auch in Europa. Wenn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus politischen Gründen entlassen, Universitäten ins Aus manövriert oder Forschungsbereiche substantiell geschwächt werden, sind das auch Angriffe auf unser demokratisches Verständnis. Dagegen müssen wir uns entschieden zur Wehr setzen. Wir brauchen den freien akademischen Diskurs und sachlich fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zur Gestaltung der Welt von morgen."

 Prof. Hans Müller-Steinhagen  -   Foto: xcitePRESS 


Hintergrund:
Der Science March findet auf Initiative von US-amerikanischen Wissenschaftlern am 22.04.2017 zum ersten Mal statt. Weltweit werden in seinem Rahmen Demonstrationen für die Bedeutung von Wissenschaft und wissenschaftlicher Freiheit abgehalten. In Deutschland hat die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ihre Unterstützung für den Science March bekundet.

Die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik setzt sich für die Freiheit der Wissenschaft in der Welt ein und unterhält Kooperationen auch unter schwierigen politischen Rahmenbedingungen, um Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern den Zugang zum europäischen Wissens- und Werteraum offen zu halten. Über die Philipp-Schwartz-Initiative der Alexander von Humboldt-Stiftung erhalten verfolgte Wissenschaftler weltweit die Möglichkeit eines Studienaufenthalts in Deutschland. 


Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
Auswärtiges Amt


 

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