Sachsenforst lädt auch im Jahr 2026 wieder zu den Waldjugendspielen ein. In diesem Jahr finden die traditionsreichen Veranstaltungen bereits zum 27. Mal in Sachsen statt. Dabei werden insgesamt 66 Termine im gesamten Freistaat organisiert, an denen rund 5.400 Schülerinnen und Schüler teilnehmen können. Die Waldjugendspiele richten sich überwiegend an Kinder der 3. und 4. Klassen, die den Lebensraum Wald auf spielerische und praxisnahe Weise kennenlernen.

Forstwirt Mathias Wittwer zeigt den Schülerinnen und Schülern einen Fällheber © Jana Mothes, SachsenforstForstwirt Mathias Wittwer zeigt den Schülerinnen und Schülern einen Fällheber © Jana Mothes, Sachsenforst

Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: »Ich freue mich außerordentlich, dass wir auch dieses Jahr wieder vielen Kindern einen spannenden und erlebnisreichen Tag im Wald bescheren können. Die seit 1999 ungebrochene Nachfrage nach einer Teilnahme an den Waldjugendspielen in Sachsen zeigt deutlich, dass die Mischung aus abwechslungsreichem Spielen und Lernen bei den Schulen positiv ankommt. Hier an der frischen Luft lernen die Schülerinnen und Schüler den Wert des Lebensraumes Wald und seiner vielfältigen Leistungen direkt vor Ort und ganz praktisch kennen. So sensibilisiert können sie sich dann zukünftig besser für den Erhalt und Schutz unserer Wälder einsetzen.«

Der Auftakt der diesjährigen Waldjugendspiele erfolgte am29. April im Forstbezirk Dresden in der Gemeinde Röderaue. Der letzte Termin ist für den 25. Juni 2026 im Forstbezirk Leipzig in Oschatz geplant. Entlang eines abwechslungsreichen Parcours mit verschiedenen Stationen vermitteln Försterinnen, Förster sowie Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter Wissen über Pflanzen und Tiere, die Bedeutung des Waldes für den Menschen sowie die Notwendigkeit seines Schutzes. Die Schülerinnen und Schüler erleben dabei einen besonderen Schultag direkt im »grünen Klassenzimmer« Wald.

Forstinspektoranwärter Jonas Andruschek mit Schülerinnen und Schülern an einer Station mit Tastboxen © Jana Mothes, SachsenforstForstinspektoranwärter Jonas Andruschek mit Schülerinnen und Schülern an einer Station mit Tastboxen © Jana Mothes, Sachsenforst

Ein besonderes Angebot gibt es in diesem Jahr für ältere Schülerinnen und Schüler:
Drei der insgesamt 66 Termine werden speziell für 6. Klassen im Forstbezirk Bärenfels durchgeführt. Hier übernehmen sie für einen Tag die Rolle von Försterinnen und Förstern. Sie lernen, wie der Wald unter Berücksichtigung seiner Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen nachhaltig bewirtschaftet wird. Themen wie Waldpflege, Holzverkauf sowie der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Holz, Wasser und Boden stehen dabei im Mittelpunkt. Auch fachübergreifende Inhalte, beispielsweise aus der Mathematik, werden integriert.

Ein praktisches Geschenk erinnert an die Teilnahme
Als Erinnerung und Auszeichnung erhalten die Schülerinnen und Schüler ein Klemmbrett. Auf dessen Rückseite befindet sich das Spiel »Eicheln versenken«, das mit einem Bleistift ausgefüllt und dadurch mehrfach verwendet werden kann. Die Waldjugendspiele leisten einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sie stärken die Akzeptanz der Waldpädagogik und sensibilisieren junge Menschen für den Wald als komplexes Ökosystem mit vielfältigen Funktionen. Ziel ist es, den Kindern einen positiven Zugang zur Natur zu ermöglichen und ihr Verständnis für nachhaltige Waldbewirtschaftung zu fördern.Dabei werden ökologische, ökonomische, kulturelle und soziale Aspekte in etwa gleichrangig vermittelt. An den einzelnen Stationen werden zentrale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, eigenständiges Handeln, kritisches Denken, Empathie, Verantwortungsbewusstsein und Selbstwirksamkeit gestärkt. Teamarbeit und gemeinsames Lernen stehen im Vordergrund – ganz ohne Konkurrenzdruck.

Revierleiter Falk Hähnel erläutert den Einfluss des Wildes auf den Wald © Jana Mothes, SachsenforstRevierleiter Falk Hähnel erläutert den Einfluss des Wildes auf den Wald © Jana Mothes, Sachsenforst

Die Waldjugendspiele wecken Begeisterung für Flora und Fauna und fördern das Naturverständnis nach dem Motto: »Nur was ich kenne, kann ich auch schützen.«
Zudem werden regionale naturräumliche Besonderheiten erlebbar gemacht und anschaulich vermittelt.Die Forstleute von Sachsenforst freuen sich auf zahlreiche neugierige
Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie engagierte Lehrkräfte, die gemeinsam den Wald als Lern- und Erlebnisraum entdecken.
Weitere Informationen finden Sie unter www.sachsenforst.de und www.waldpaedagogik.sachsen.de

Quelle: Staatsbetrieb Sachsenforst