Wenn die Temperaturen auch in den Nächten steigen, beginnt die Saatzeit auf den Salbeifeldern der Bombastus-Werke rund um Freital. Das Unternehmen bewirtschaftet 40 Hektar Flächen im Wechsel von Salbei und Zwischenfrüchten. Dieses Jahr stehen 13 Hektar unter Salbei, darunter 2,5 Hektar Flächen, auf denen die Salbei neu ausgesät wird.

Bombastus Vorbereitung Aussaat Daniel Lehmann Foto: Sabine MutschkeBombastus Vorbereitung Aussaat Daniel Lehmann Foto: Sabine Mutschke

Die Böden werden bereits seit Wochen auf die Aussaat vorbereitet, von Unkraut befreit, gehackt und gemulcht. Dabei kommt auch eine Umkehrfräse zum Einsatz. Sie trennt Feinerde von Steinen und Pflanzenresten. So entsteht ein feingekrümeltes Saatbeet. Für eine optimale Bodenqualität wird zusätzlich Stroh in den Boden eingebracht. Damit wird auch das Wachstum von Unkräutern etwas gebremst. Die Feldhygiene – also das überwiegend manuelle Befreien der Felder und Feldränder
vom sogenannten Beikraut (dem Unkraut) – begleitet die Feldbauern über die gesamte Saison und endet erst im späten Herbst.

Wenn die Temperaturen konstant über dem Gefrierpunkt bleiben, kommt die Zeit für die Aussaat. Bei der Saatgutablage hilft eine Einzelkornsaatmaschine. Sie legt das Saatgut in gleichmäßig großem Abstand von ca. 20 cm aus. Damit haben die Jungpflanzen von Anfang an genug Platz zum Wachsen. Da die Salbei zu den Lichtkeimern gehört, werden die Salbeisamen nur mit einer dünnen Erdschicht bedeckt.Das Samenkorn einer Salbeipflanze ist kugelig rund. Es hat einen Durchmesser von ungefähr 2,5 bis 3,2 Millimeter und eine dunkelbraune bis schwarze Farbe. Die Samen, welche die Bombastus-Werke aussäen, stammen von Pflanzen auf ihren eigenen Feldern und wurden nach der Reife sorgsam geerntet und getrocknet.

Bombastus Daniel Lehmann in der Werkstatt mit Salbeisamen. Foto: Sabine MutschkeBombastus Daniel Lehmann in der Werkstatt mit Salbeisamen. Foto: Sabine Mutschke

Die optimale Bodentemperatur für die Keimung der Samen beträgt etwa 8 Grad. Dann keimt der Samen nach 18 bis 25 Tagen im Boden, und der erste Spross durchbricht wenig später die Bodenoberfläche. Gleichzeitig wächst die Keimwurzel, die sich über die Jahre zu einem sehr kräftigen Wurzelgeflecht entwickelt

Für das Wachstum der Jungpflanzen ist auch eine ausreichende Bewässerung wichtig. „Normalerweise reicht das Regenwasser aus“, erklärt Feldbauleiter Daniel Lehmann. „Momentan ist es aber sehr trocken und wir hoffen sehr, dass sich mit steigenden Temperaturen auch der Regen einstellt.“ Staunässe muss bei Salbeipflanzen unbedingt vermieden werden. Der leicht steinige Boden der Felder der Bombastus-Werke ist daher für den Anbau der Salbei sehr gut geeignet. Er wirkt wie eine natürliche Drainage und hilft, überschüssiges Wasser in tiefere Bodenschichten zu leiten. Generell bevorzugt die Salbei einen eher kargen Boden und stört sich auch nicht an kleinen Steinen.

Die Blätter der jungen Pflanzen werden bei den Bombastus-Werken nach dem ersten Anbaujahr, also im Sommer 2027, geerntet. Erst dann genügen die Qualität der Blätter und ihr Gehalt an ätherischen Ölen dem hohen Qualitätsanspruch der Bombastus-Werke an den Tee, der später behutsam getrocknet, gerebelt und verpackt wird.

Quelle: PR Mutschke