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(DJD). Verschlungene Pfade führen durch blühende Wiesen und dichte Wälder, zu einer versteckten Grotte, einem prunkvollen Mausoleum und zwei Aussichtstürmen mit Fernblick über das nördliche Harzvorland: Der historische Landschaftspark Spiegelsberge liegt auf einem kleinen Höhenzug am südlichen Stadtrand von Halberstadt. In dieser grünen Oase der Ruhe und Erholung erwacht in diesem Sommer ein verborgenes Kleinod zu neuem Leben. Denn mit dem Jagdschloss Spiegelsberge aus dem 18. Jahrhundert wird das bedeutendste Bauwerk der Parkanlagen nach einer behutsamen Restaurierung wiedereröffnet.
Das Mausoleum für den Freiherrn von Spiegel steht an einem schönen Aussichtspunkt in seinem Landschaftspark. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Stefan Herfurth
Während man von seiner Rückterrasse jederzeit einen erhabenen Panoramablick über die charakteristischen Kirchtürme von Halberstadt genießen kann, öffnen sich die Türen des neuen Veranstaltungszentrums im Jagdschloss pünktlich zum Parkfest am 1. August. Dann wird der Landschaftspark zur grünen Bühne für ein Familienfest mit kulinarischen Genüssen, Tanz und Theater, Musik von Klassik bis Pop sowie einer Schwarzlichtshow zum krönenden Finale.
Fantasievolle Walking-Acts bevölkern das jährliche Parkfest Anfang August. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Monika Klytta
Beim Parkfest werden die Spiegelsberge zur grünen Bühne für ein großes Familienfest. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Stefan Herfurth
Ein feinsinniger Freiherr
Das Jagdschloss geht auf den Dichter und Domherrn Ernst Ludwig Christoph Freiherr von Spiegel zurück, der die einst kahlen Hügel vor mehr als 250 Jahren zu einem englischen Landschaftspark gestalten ließ. Heute zählt die Anlage zu den „Gartenträumen Sachsen-Anhalt“, einem Netzwerk der schönsten historischen Parks des Landes. Der feinsinnige Freiherr stand dem Dichterkreis der Weimarer Klassik um Goethe und Schiller nahe. Er war ein enger Freund des Halberstädter Sammlers Johann Wilhelm Ludwig Gleim, der die größte Dichter-Porträtgalerie der deutschen Aufklärung zusammentrug.
Das Jagdschloss Spiegelsberge wird nach behutsamer Restaurierung in diesem Sommer wiedereröffnet. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Darya Bondar
Vom Belvedereturm blicken die Besucherinnen und Besucher über die Baumwipfel hinweg in die Ferne. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Stefan Herfurth
Das Museum Gleimhaus in Halberstadt präsentiert dessen „Freundschaftstempel“ als einen frühen Facebook-Vorläufer. Dagegen beherbergt der Keller unter dem Jagdschloss Spiegelsberge ein legendäres Riesenweinfass: Es ist eines der ältesten seiner Art weltweit und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Unter www.halberstadt.de sind auch geführte Wanderungen und interaktive Tourenplaner zu finden.
Die Klusfelsen liegen am Klosterwanderweg unweit von Halberstadt. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Stefan Herfurth
Die markanten Fünffingerfelsen in den Klusbergen waren einst eine Kultstätte. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Stefan Herfurth
Klosterwanderweg und steile Klippen
Direkt am Jagdschloss führt der Harzer Klosterwanderweg vorbei, der auf 116 Kilometern bedeutende Klosterorte zwischen Goslar und Halberstadt verbindet. Die Route eröffnet faszinierende Einblicke in die Kulturgeschichte des Harzes und führt durch abwechslungsreiche Landschaften – von stillen Klostergärten bis zu wilden Flusstälern. Nur wenige Kilometer von den Spiegelsbergen entfernt warten die Klusberge mit ihren markanten Sandsteinformationen. Mystische Orte wie die Teufelskanzel oder die „Fünf Finger“ lassen die Fantasie spielen und machen die Region zu einem Paradies für Wanderer.
Die schroffen Thekenberge erheben sich über dem nördlichen Harzvorland. Foto: DJD/Tourist Information Halberstadt/Stefan Herfurth
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