Am Elbufer unterhalb des "Blauen Wunder" ist immer etwas los. Es hat sich rumgesprochen, dass es hier gerne mal etwas leckeres zu fressen gibt. Und so sind sie alle da. Schwäne, Graugänse, Tauben und Möwen. Fast permanent kommen Dresdner ans Elbufer und füttern die Vögel. Ganz zur Freude auch vieler Kinder. Es ist ein kleines Highlight geworden. Viele füttern Weißbrot. Doch das ist gefährlich für die Tiere, warnen nicht erst seit gestern Vogelschützer. Wenn zum Beispiel ein Schwan viel davon frist und dann trinkt, quillt das Brot im Hals auf und kann zu Problemen führen, eventuell droht sogar ein Erstickungstod. Besonderen Spaß macht das Beobachten der Möwen, aber auch der anderen Tiere am Elbufer.
© Petra Eichler
Ist das Füttern erlaubt?
Dazu heißt es aus dem Rathaus: "Gemäß § 9 der Polizeiverordnung Sicherheit und Ordnung ist es im öffentlichen Raum verboten, Tauben zu füttern. Eine vergleichbare Vorschrift, die das Füttern von Wasservögeln verbietet, existiert in der Polizeiverordnung „Sicherheit und Ordnung“ nicht und ist derzeit auch nicht geplant.
ABER: Aus Sicht des Jagdrechts gilt Folgendes: "Das Füttern von Wildtieren ist nach dem sächsischen Jagdgesetz verboten. Zu dem Begriff „Wild“ gehören auch Wasservögel. Verstöße gegen das Fütterungsverbot stellen eine Ordnungswidrigkeit dar und können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 Euro geahndet werden. Fütterungen werden bislang geduldet, solange sie (halbwegs) artgerecht erfolgen".
© Petra Eichler
Doch was fressen Gänse und Schwäne?
Bei einer Winterfütterung von Gänsen sollten Obst, Gemüse und Salat nicht fehlen. Auch bei der "Fütterung" von Schwänen sollte man einiges beachten. Wie oben bereits geschrieben ist Brot nicht das Ideale. Es sollte nur in kleineren Mengen und nur als eine Art Leckerbissen dienen. Wenn Sie Brot füttern, dann Bitte nur wirklich kleine Stücke. Stattdessen sollte man den Schwänen und Enten Mais oder andere Getreidekörnerflocken aber auch Salat geben.