Wegen des großen Interesses an dem MELKUS RS 1000, dem einzigen in Serie gebauten DDR-Sportwagen, wird er noch bis 27.07. im Verkehrsmuseum zu sehen sein. Die Besichtigung ist zu den Öffnungszeiten des Museums (Di bis So, 10 bis 18 Uhr) möglich und im Eintritt inbegriffen. Ursprünglich hätte der Wagen nur bis zum 21.06. ausgestellt sein sollen. Das Fahrzeug ist das neueste Exponat in der Sammlung des Verkehrsmuseums und konnte dank verschiedener Förderer und Spender erworben werden. Ab Frühjahr 2027 wird der MELKUS RS 1000 als Teil eines neuen Rennsport-Bereichs in der Dauerausstellung Straßenverkehr des Verkehrsmuseums präsentiert werden.
MELKUS RS 1000 © Verkehrsmuseum Dresden
Von dem Sportwagen wurden zwischen 1969 und 1979 nur 101 Stück gebaut. Das Verkehrsmuseum hatte die einmalige Gelegenheit, mit der Nr. 31 ein Exemplar von der Familie Melkus zu erwerben, das weitgehend im Originalzustand erhalten ist. Die Entwicklung und der Bau des MELKUS RS 1000 waren das Ergebnis einer Arbeitsgemeinschaft bestehend u.a. aus den Werkstattmitarbeitern des Dresdner Rennfahrers Heinz Melkus, Ingenieuren der TU Dresden, Technikern aus dem Automobilwerk Eisenach und Desig-nern der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.
Mit entscheidend dafür, dass der MELKUS unter den widrigen Umständen der DDR-Wirtschaft gebaut werden konnte, war die lang-jährige Rennsport-Erfahrung einschließlich der Kenntnisse in Bau und Konstruktion von Rennwagen von Heinz Melkus (*1928, † 2005 in Dresden), der zugleich Eigentümer einer privaten Fahrschule war. Seine Fahrzeuge waren bereits in den 1950er Jahren im Renn-sport erfolgreich. Das dort gewonnene Wissen floss in die RS 1000-Konstruktion ein.
Mit seiner flachen Form, Flügeltüren und den geschwungenen Kotflügeln erinnerte der MELKUS RS 1000 an westliche Vorbilder wie Ferrari und Lotus. Folgerichtig war der stra-ßengängige Rennwagen unter den vielen Trabis und Wartburgs, die zu jener Zeit die Straßen der DDR befuhren, eine Sensation.
Quelle: Verkehrsmuseum Dresden