Leipzig. In der Leipziger Hochgebirgslandschaft Himalaya gab es Zwillingsnachwuchs bei den in der Wildbahn gefährdeten Schneeleoparden.

In der Leipziger Hochgebirgslandschaft Himalaya gab es Zwillingsnachwuchs bei den in der Wildbahn gefährdeten Schneeleoparden (Panthera uncia): Das Schneeleoparden-Paar Chandra (6) und Askar (5) sorgte am 25. August für Nachwuchs. Die Geburt fand in der von den Pflegern eingerichteten Wurfbox während der Nacht statt und verlief komplikationslos. „Gegenwärtig können wir mit der Entwicklung der Jungtiere in den ersten beiden Wochen zufrieden sein.

Katze Chandra kümmert sich sehr fürsorglich und lässt ihren Nachwuchs, der regelmäßig trinkt, nur zur Futteraufnahme allein. Nachdem sie ihre ersten Jungtiere leider nicht ausreichend versorgt hatte, ist es für sie der zweite Wurf, den sie bisher erfolgreich aufzieht. Wir hoffen sehr, dass die Aufzucht gelingt und die Jungtiere gesund groß werden. Um die sich vor allem in den ersten Wochen entwickelnde Mutter-Jungtier-Bindung nicht zu stören, fand bisher auch die Inaugenscheinnahme der Zwillinge durch die Pfleger nur über die Überwachungskamera statt“, erläutert Zoodirektor Prof. Jörg Junhold den aktuellen Stand der Jungtieraufzucht. Kater Askar besucht zur Freude der Pfleger regelmäßig seinen Nachwuchs in der Mutterstube.

Schneeleopardenweibchen Chandra mit ihren Zwillingen ©Zoo LeipzigSchneeleopardenweibchen Chandra mit ihren Zwillingen ©Zoo Leipzig 

Der Bestand der asiatischen Hochgebirgskatzen werden in Zoos in einem Europäischen Erhaltungszuchtprogramm koordiniert. Noch bis vor einem halben Jahrhundert wurden Schneeleoparden in Zoos nur selten gehalten. Dank des Erhaltungsprogramms ist diese auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet geführte Großkatze in zahlreichen Zoologischen Einrichtungen für Besucher zu sehen.

Da die Jungtiere erst mit circa 10 bis 12 Wochen der Mutter folgen, müssen sich die Besucher noch etwas gedulden, bis die Schneeleoparden-Jungtiere in der Himalaya-Anlage zu sehen sein werden.

Quelle: Zoo Leipzig