Dresden. Die Patientenzimmer auf der Kinderkrebsstation haben zwölf neue Gästebetten für die Eltern bekommen

Dresden. Eine Krebserkrankung bedeutet für Kinder oft einen langen Aufenthalt im Krankenhaus. Dass die Eltern die Möglichkeit haben, zeitweise bei ihrem Kind zu übernachten, ist gerade in der Intensivtherapie sehr wichtig. Die Gästebetten, die dafür bisher zur Verfügung stehen, bieten längst nicht mehr die Bedingungen für einen erholsamen Schlaf. Auf Bitten des Universitätsklinikums kümmerte sich der Sonnenstrahl e.V. – Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche um dieses Problem. Der Verein sammelte Spenden, um zwölf extra große, komfortable Gästebetten im Gesamtwert von ca. 3200 Euro zu kaufen. Die Dresdner Stiftung Soziales & Umwelt der Ostsächsischen Sparkasse Dresden beteiligte sich mit 750 Euro an dem Projekt.

Gut gebettet in einer schweren Zeit   vl Antje Berg, Teresa Weinert  Foto Sabinde MutschkeGut gebettet in einer schweren Zeit vl Antje Berg, Teresa Weinert Foto Sabinde Mutschke
„Unsere schwerstkranken Patienten benötigen immer wieder längere stationäre Aufenthalte, in denen es unverzichtbar ist, dass ein Elternteil mit vor Ort ist, um den Kindern ein möglichst vertrautes Umfeld zu schaffen“, erklärt Antje Berg, Stationsleitung Kinderonkologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Uniklinikum Dresden. „Auch für die Eltern ist das Über-nachten in der Klinik eine große Belastung. Das Piepen der Infusionspumpen und Monitore, die notwendige intensive Betreuung durch die Pflegenden auch nachts stören oft den Schlaf. Umso wichtiger ist eine Schlafmöglichkeit für die Eltern, durch die sie am Morgen gestärkt und ausgeruht in den neuen Tag starten und für ihre Kinder da sein können.“

Der Stiftungsvorstand Ulrich Franzen der Dresdner Stiftung Soziales & Umwelt der Ostsächsischen Sparkasse Dresden betont: „Ein Aufenthalt in der kinderonkologischen Station des Uniklinikums Dresden ist sowohl für die erkrankten Kinder als auch für die Eltern kraftzehrend. Die bessere Ausstattung der Familienbetten in der Station trägt dazu bei, den begleitenden Eltern einen erholsameren Aufenthalt zu gewährleisten, damit sie ganz für ihre Kinder da sein können. Für die Dresdner Stiftung Soziales & Umwelt der Ostsächsischen Sparkasse Dresden ist es eine Herzensangelegenheit, Familien in solch intensiven Momenten zu unterstützen.“

Gut gebettet in einer schweren Zeit  vl Antje Berg, Andreas Führlich, Anett Walther, Teresa Weinert    Foto Sabine MutschkeGut gebettet in einer schweren Zeit vl Antje Berg, Andreas Führlich, Anett Walther, Teresa Weinert Foto Sabine Mutschke
Der Sonnenstrahl e.V. hat die Betten gemeinsam mit betroffenen Eltern ausgesucht und ein Modell gefunden, das einen besonderen Komfort verspricht. „Die Betten sind mit 90 Zentime-tern extra breit und zwei Meter lang“, erklärt der Vorsitzende Andreas Führlich. „Dank der Rollräder kann es bequem transportiert werden. Das Beste aber ist die 13 Zentimeter dicke Matratze mit so genanntem „Gedächtnisschaum“. Er verhindert, dass sich die Matratze nach längerem Liegen verformt und "durchhängt". Unsere Probeschläferinnen waren begeistert.“

Quelle: Sabine Mutschke PR