Pirna. Der extreme Starkregen vom 17./18.07.2021 im LK SOE* hat erhebliche Schäden an der Infrastruktur und Gebäuden hinterlassen.

Der örtlich begrenzte extreme Starkregen vom 17./18.07. hat zu einem sehr schnellen und hohen Anstieg der Pegel in den Gewässern der betroffenen Gebiete geführt. Das Ereignis verursachte erhebliche Schäden an der Infrastruktur und Gebäuden im Landkreis. Am stärksten betroffen waren Bad Schandau, Gohrisch, die Stadt Hohnstein, Reinhardtsdorf-Schöna und die Große Kreisstadt Sebnitz sowie der Landkreis selbst. Neben den Schäden an den Gewässern selbst sind vor allem Anlagen der Verkehrsinfrastruktur, Trink- und Abwasseranlagen, aber auch private Immobilien betroffen.

Schadensüberblick nach Starkniederschlägen im LK SOE   Foto: Landratsamt Pirna - Landkreis Sächsische Schweiz OsterzgebirgeSchadensüberblick nach Starkniederschlägen im LK SOE Foto: Landratsamt Pirna - Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge

Zwischenzeitlich liegt eine erste Schadensbilanz vor. Danach beziffern die betroffenen Kommunen und der Landkreis selbst den finanziellen Aufwand für die Wiederherstellung bzw. Reparatur an Straßen, Brücken, Hochwasseranlagen sowie an Gewässern, Gebäuden und sonstiger Infrastruktur mit fast 70 Millionen Euro.

Dabei entfallen unter anderem ca. 40 Mio. € auf Reinhardtsdorf-Schöna, 8,4 Mio. € auf Hohnstein, 5 Mio. € auf Bad Schandau, 3,7 Mio. € auf Sebnitz, 3,2 Mio. € auf Gohrisch und 4,5 Mio. € auf den Landkreis als Straßenbaulastträger. Die einzelnen Summen stellen eine erste Abschätzung dar und orientieren sich an den Erfahrungen der Schadensbeseitigung vergangener Hochwasserereignisse.

Nun geht es an die Schadensbeseitigung. Betroffene Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen sollen durch den Bund und den Freistaat Sachsen finanzielle Unterstützung durch Soforthilfen und Wiederaufbauhilfen erhalten. Diesbezügliche Details werden durch Bund und Freistaat aktuell geklärt.

(*LK SOE - Landkreis Sächsische Schweiz Osterzgebirge)