Besonders beim Einkauf bei Lebensmitteln wird man zugeschüttet. Die Rede ist von den 1,2 und 5 Cent Münzen. Was sollte man bei Bezahlung oder Umtausch  beachten?


Sie sind allgegenwärtig. Besonders beim Einkauf bei Lebensmitteln wird man zugeschüttet. Die Rede ist von den 1,2 und 5 Cent Münzen. Was macht man also, dass das Portemonnaie nicht zu schwer wird? Raus und in eine Dose werfen. Nach einer gewissen Zeit kann sich eine ganz beachtliche Summe ansammeln. Kann ich mit den ganzen Münzen zur Bank gehen und einzahlen? Mit wievielen Cent-Stücken kann ich im Handel bezahlen? Was muss oder sollte diesbezüglich beachten werden? MeiDresden.de fragte nach.

Sind die 1,2 und 5 Cent Münzen lässtig?  Foto: MeiDresden.deSind die 1,2 und 5 Cent Münzen lässtig? Foto: MeiDresden.de Jeder hasst Sie aber dennoch landen sie ständig im Portemonnaie. Die Verbraucherzentrale Sachsen antwortete:
Mit wievielen Cent (1,2,5 Cent) Stücke darf ich bezahlen? Was muss der Händler annehmen?
Grundsätzlich muss der Händler nicht mehr als 50 Münzen in einem Zahlungsvorgang annehmen. So regelt es eine entsprechende EU-Richtlinie.

Fallen Kosten an, wenn ich das auf mein Konto einzahlen möchte?
Es kommt hierbei auf die Bank bzw. Sparkasse des Einzahlenden an. Je nach Kreditinstitut oder auch Kontomodell können Kosten entstehen oder andere Voraussetzungen gegebenen sein. Beispielsweise kann eine Mindesteinzahlsumme vorgegeben sein oder auch ein maximale Anzahl an Münzen. Der Verbraucher sollte sich mit den Bedingungen des eigenen Kontos unbedingt auseinandersetzen um unschöne und teurer Überraschungen zu vermeiden.
Um Geld einzutauschen, also hier von Münzen auf Scheine, kann man sich auch an die Bundesbank wenden oder im Supermarkt Geld einzahlen. Letzteres ist derzeit allerdings noch nicht allzu oft zu finden und stellt eine Serviceleistung des jeweiligen Händlers dar.

Meidresden.de fragte auch bei den Banken nach. Geantwortet hat die Ostsächsische Sparkasse Dresden, Postbank und die Deutsche Bank: Fest steht das es garnicht so einfach ist die einzelnen Cent Stücke aufs Konto bzw. aber auch umzutauschen. Die Banken berufen sich auf die EU bzw. das Münzgesetz. Doch hat mal einer an den verbraucher gedacht?
Wenn sie vorhaben sollten ihre Spardose oder auch die Sammeldose mit den Cent Stücken loszuwerden, dann sollten Sie sich bei ihrer Bank informieren.


Linda Menzel - Stellvertretende Unternehmenssprecherin der Ostsächsische Sparkasse Dresden:
seit 2016 gibt es dafür in unserem Haus ganz einfache Regeln.
Münzen in haushaltsüblichen Mengen (ca. 50 Münzen) zahlen Sie kostenfrei bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Schalter auf Ihr Konto ein.
Bei größeren Mengen bieten wir sog. Safebags an. Auch diese erhalten Sie bei unseren Servicemitarbeitern. Diese Safebags fassen Münzgeld bis zu einem Gewicht von vier Kilogramm. Von Spezialisten unseres Hauses wird dann jede einzelne Münze auf Echtheit und Wiederverwendbarkeit geprüft. Das eingezahlte Guthaben wird Ihnen nach wenigen Tagen rückwirkend auf Konto wertgestellt. Für diese Dienstleistung erheben wir ein Entgeld von 5 Euro pro Safebag.
(Diese Regelung zählt nicht für Kinder und ihre Spardosen, die bei uns ein Jugend-Girokonto haben.)

Hartmut Schlegel - Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Postbank:
Die Annahme von handelsüblichen Mengen Kleingeld bieten wir allen Kunden, die ein Giro- oder Sparkonto bei der Postbank führen, entgeltfrei an. Bei dem Begriff "handelsüblich" orientieren wir uns am Münzgesetz, welches von 50 Münzen je Kunde ausgeht. Der eingezahlte Betrag wird dem Konto taggleich gutgeschrieben. Zusätzlich bietet die Postbank für das Einzahlen von Münzgeld an einigen Standorten Geldautomaten mit Einzahlfunktion für Münzgeld und Geldscheine an. Nicht-Kunden können in unseren Filialen ebenfalls Kleingeld einzahlen.
Dabei kann das Geld entweder entgeltpflichtig auf ein bei einer Fremdbank geführtes Konto eingezahlt werden oder aber kostenlos gewechselt werden. Bei Fremdkunden behalten sich unsere Mitarbeiter in den Filialen vor, in Abhängigkeit vom aktuellen Kundenaufkommen, die Annahme von Münzgeld ggf. abzulehnen und die Kunden zu bitten, zu einem späteren Zeitpunkt die Filiale erneut aufzusuchen.

Christian Hotz - Mediensprecher - Deutsche Bank AG:
 
Unsere Privatkunden können haushaltsübliche Mengen – bis zu 50 losen Münzen am Tag – kostenfrei einzahlen.
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre und Inhaber eines „Jungen Kontos“ können ihr Münzgeld, z.B. aus der Spardose, in unbegrenzter Menge kostenfrei einzahlen.
 
Die Münzrollenannahme-/ausgabe von bis zu fünf Münzrollen pro Monat ist kostenfrei, ab der sechsten Münzrolle: 0,30 Euro je Münzrolle. Für zur Gutschrift eingereichte Safebags fallen 5 Euro pro Safebag an (bei Einzahlungen durch Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei).