Von Mittwoch, dem 22. Juli 2026, 4:15 Uhr bis Sonntag, den 9. August 2026, 3:00 Uhr werden die Straßenbahnlinien 3 und 8 umgeleitet beziehungsweise in ihrer Streckenführung verkürzt. Grund der Umleitungen sind notwendige Reparaturen am Straßenbahngleis der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) in Höhe Hauptbahnhof und Fritz-Löffler-Platz. Die Sperrung der Straßenbahnverbindung wird genutzt, um weitere Gleisabschnitte Richtung Coschütz instand zu setzen.
Linie3 HBF Dresden © MeiDresden.de
Daraus ergeben sich folgende Abweichungen:
Linie 3: Fährt vom Wilden Mann über Bahnhof Neustadt und Albertplatz nur bis Postplatz. Anschließend wenden die Wagen in der Gleisschleife Webergasse.
Linie 8: Von Hellerau verkehrt die Linie 8 ebenfalls verkürzt über Albertplatz und Straßburger Platz bis zum Hauptbahnhof. Von dort geht es weiter über die Ammonstraße zum Bahnhof Mitte.
EV 3: Für die Linie 3 gibt es Ersatzverkehr mit Bussen. Diese starten am Postplatz und fahren über Hauptbahnhof und Nürnberger Platz bis Coschütz.
EV 8: Auch für die Linie 8 wird Ersatzverkehr angeboten. Die Busse fahren ab Postplatz über Hauptbahnhof und Nürnberger Platz nach Südvorstadt.
Gleise am Hauptbahnhof und Fritz-Löffler-Platz werden ertüchtigt
Die Arbeiten beginnen vom 22. bis 27.Juli 2026 am Hauptbahnhof. Unter den Brücken der Deutschen Bahn tauschen die Gleisbauer zwei nunmehr verschlisse Zungen an der Weiche aus, an der sich stadteinwärts die Wege der Linien 3 und 8 trennen.
Für die Bauzeit vom 22. bis 27. Juli 2026 wird die Straßenzufahrt zum Haupteingang des Hauptbahnhofes gesperrt. Der Taxistand muss für diese Zeit auf die Winckelmannstraße ausweichen.
Vom 27. Juli bis 9. August 2026 folgen dann Gleisbauarbeiten am Fritz-Löffler-Platz. Im Bereich der Überfahrt von der Fritz-Löffler-Straße in die Bergstraße müssen rund 350 Meter Doppelgleis ausgetauscht werden. Vor allem die Schienen im Gleisbogen sind am Ende ihrer Nutzungsdauer und werden nun ersetzt. Außerdem reparieren die Fachleute Schachtabdeckungen, die sich über die Jahre teilweise gesenkt haben und bringen neue Induktionsschleifen unter dem Gleis an. Die Induktionsschleifen dienen zur Signalanforderung durch die Straßenbahn. Den Abschluss der Arbeiten bildet auf 1.410 Quadratmetern ein neuer Deckenschluss. Der wird für die Straßenüberfahrt als Asphalt aufgebracht, entlang der separaten Bahntrasse kommt wieder Rasengleis zur Anwendung.
Für die Bauarbeiten muss die Straßenbahnüberfahrt von der Fritz-Löffler-Straße in die Münchner Straße Richtung Nürnberger Platz auch für den Autoverkehr gesperrt. Eine kleine Umleitung führt stadtauswärts fahrende Autofahrer über Bergstraße, Fritz-Förster-Platz und Nürnberger Straße.
Linie 8 HBF Dresden © MeiDresden.de
„Sperrschatten“ wird für weitere Reparaturen genutzt
Die baubedingte Einstellung des Straßenbahnverkehrs nach Coschütz und Südvorstadt wird von den DVB-Gleisbauern gleich genutzt, um weitere Reparaturen entlang der Strecke durchzuführen. Gearbeitet wird dabei im „Sperrschatten“ der beiden Baustellen am Hauptbahnhof und Fritz-Löffler-Platz.
Vom 22. bis 24. Juli 2026 immer von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr finden an der Karlsruher Straße in Höhe Ausfahrt Gleisschleife Coschütz Reparaturen an der Ausfahrtsweiche statt. Weil diese im Straßenbereich liegt, wird der stadtauswärtige Autoverkehr tagsüber durch die befestigte Gleisschleife Coschütz geführt.
In der Zeit vom 28. Juli bis 9. August 2026 finden Gleisreparaturen auf der Kreuzung Karlsruher Straße / Saarstraße statt. Dafür wird die Coschützer Straße in der Zufahrt zur Kreuzung komplett gesperrt. Eine Zufahrt ist nur aus Richtung Plauen möglich. Die Cunnersdorfer Straße ist in der genannten Zeit als Einbahnstraße beschildert, die Kreuzung zur Karlsruher Straße / Saarstraße wird durch eine Signalanlage mit wechselseitiger Freigabe geregelt.
Weitere Kleininstandsetzungen gibt es in der Gleisschleife Coschütz und am Straßenbahnendpunkt Plauen in der Nöthnitzer Straße. Diese haben keinen Einfluss auf den sonstigen Verkehr.
Für die Reparaturen am Hauptbahnhof und am Fritz-Löffler-Platz investieren die DVB einschließlich der Umleitungsführung rund 640.000 Euro in den Bestandserhalt ihres Gleisnetzes. Mit den „Sperrschattenbaustellen“ kommen noch einmal rund 100.000 Euro hinzu. Alle Kosten werden aus dem Budget zur laufenden Instandhaltung der Infrastruktur bestritten. Ein Teil der Reparaturen erfolgt durch DVB-Mitarbeiter in Eigenleistung.
Quelle: DVB AG