Der Nullknoten Bahnhof Zittau steht kurz vor seiner Fertigstellung. Als letzter Schritt wird zum internati-onalen Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 die Bahnlinie L7 Seifhennersdorf-Zittau-Liberec in das Nullknoten-Konzept integriert. Die laufenden Bauarbeiten zwischen Hrádek nad Nisou und Liberec en-den planmäßig am 13. Dezember. ZVON, Liberecký kraj, Ústecký kraj und trilex (Die Länderbahn GmbH DLB) waren an der umfangreichen Erarbeitung des neuen Fahrplans beteiligt.

Züge am Bahnhof Zittau   Foto: ZVON Marko JakobZüge am Bahnhof Zittau Foto: ZVON Marko Jakob

Mit dem neuen Betriebskonzept der Züge zwischen Zittau und Liberec ab Fahrplanwechsel verbessert sich auch das Fahrplanangebot an/ab Seifhennersdorf/Varnsdorf in Richtung Zittau/Liberec. Montags bis freitags verkehren die Züge hier nun im Stundentakt, am Wochenende im Zweistundentakt. Das Konzept sieht vor, dass die Züge der L7 immer zur vollen Stunde in Zittau abfahren und zur halben Stunde in Liberec ankommen und umgekehrt. So haben Fahrgäste die Möglichkeit, in kurzer Zeit zwi-schen vielen ÖPNV-Linien umzusteigen.

Für die Züge der L7 bestehen dann jede Stunde Anschlüsse an die anderen Züge und Busse im Bahnhof Zittau. Die Abfahrtzeiten der Busse ab Bahnhof Zittau waren früher schon an den Nullknoten angepasst worden. Auch bestehen in Großschönau nun regel-mäßig Anschlüsse der Linien 11, 14 aus Hainewalde und Bertsdorf zur L7 nach Zittau und umgekehrt. Die Linie 38 erreicht den Anschluss bisher nur in der Relation Spitzkunnersdorf nach Zittau, in der Ge-genrichtung arbeitet DB Regio Bus Ost mittelfristig daran, dass dieser Anschluss auch sicher gewährt werden kann. Ebenso besteht in Seifhennersdorf meist stündlich eine Verbindung der Linie 30 aus Löbau/Neugersdorf zur L7 nach Zittau und umgekehrt.

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Nach Fertigstellung der Sanierungsarbeiten im polnischen und tschechischen Streckenabschnitt kann die L7 nun in den Nullknoten eingebunden werden. Bislang fuhren die Züge zwischen Zittau und Liberec zu langsam, um diese Strecke hin und zurück innerhalb einer Stunde (vom einen Nullknoten bis zum nächsten) zurücklegen zu können. Es profitieren vor allem Fahrgäste zwischen Dresden und Liberec bzw. zwischen Varnsdorf und Liberec von häufigeren und deutlich schnelleren Verbindungen.

So kommt man bei vielen Umsteigeverbindungen ca. 25 Minuten schneller in Liberec an. Auch von Zittau in Richtung Varnsdorf erhöht sich die Anzahl der Züge durch das neue Betriebskonzept von heute 11 auf zukünftig 16 Fahrten. Weiterhin kommen noch neue Spätverbindungen hinzu. Vorausge-gangen ist eine Komplexsanierung der gesamten Strecke inklusive der 2,4 km langen Transitstrecke durch Polen durch die Infrastrukturbetreiber seit April 2025, die nun planmäßig endet. Rund 1,25 Milli-arden tschechische Kronen hat die tschechische Seite investiert. Nur am Bahnhof Hrádek nad Nisou wird voraussichtlich noch bis April 2026 weitergebaut. Das hat jedoch minimale Auswirkungen auf den Fahrplan, die rechtzeitig über die Auskunftssysteme von ZVON und trilex bekanntgegeben werden.

Quelle: ZVON