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MeiDresden.de - Aktuelle News aus Dresden und der Umgebung - EAE Fetscher Straße wird abgebaut
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MeiDresden.de  14.12.2018  14:00 Uhr - Das Containerdorf für Flüchtlinge an der Ecke Blasewitzer/Fetscherstraße, das als Erstaufnahmeeinrichtung des Freistaates 2016 eilig aufgebaut wurde, war bekanntlich nie genutzt worden. Wie teuer die Containereinheiten nebst separaten Küchen- und Sanitärtrakten in Anschaffung und Aufbau waren, das hat der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIBB) bis heute nicht verraten.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Nur soviel: Allein die Betriebskosten (u.a. für Wachschutz) für die leere Unterkunft schlugen bisher mit 376.000 Euro zu Buche. Das war allerdings der Stand Ende März, als es laut Aussage eines SIBB-Mitarbeiters noch hieß, das Containerdorf werde von Juli bis September 2018 zurückgebaut.  Was allerdings bis heute nicht der Fall bzw. noch voll im Gange ist. Wie der  Freistaat die Fläche danach nutzen will, ist noch nicht entschieden.

Dazu antwortete das zustänige Amt auf Nachfrage von MeiDresden.de: "Der Freistaat Sachsen benötigt das Grundstück für die Erfüllung zukünftiger staatlicher Aufgaben. Es wird als Wissenschaftsfläche vorgehalten"

Was geschieht mit den Containern?
Rund ein Drittel der Container ist zur Schaffung zusätzlicher Raumkapazitäten in der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Nardt eingeplant, deren Kapazität infolge der Ausbildungsoffensive der Staatsregierung ab dem Jahr 2019 deutlich erhöht wird. Die übrigen Container sollen ebenfalls zur Schaffung zusätzlich erforderlicher Raumkapazitäten der Fachhochschule für Verwaltung in Meißen sowie des Ausbildungszentrums in Bobritzsch, die ebenfalls im Rahmen der Ausbildungsoffensive der Staatsregierung ab 2019 ihre Kapazitäten deutlich erhöhen, verwendet werden.


Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Fest steht dagegen, dass zum 31. März die von der Stadt angemietete Asylunterkunft auf der Strehlener Straße 20 (ehemals Hotel »Days Inn«) geschlossen wird. Eigentlich sollte die Nutzung bereits zum 16. Dezember enden, doch weil der Freistaat der Stadt anstelle der vereinbarten 665 Flüchtlinge in diesem Jahr 834 zuwies, muss die Nutzung um ein viertel Jahr verlängert werden.

Foto: MeiDresden.de/Mike Schiller

Aufgrund der aktuellen Lage auf dem Dresdner Wohnungsmarkt entschied die Stadtverwaltung, das Heim bis 31. März 2019 weiter zu nutzen und nicht auf Gewährleistungswohnungen auszuweichen. Wachschutz und soziale Betreuung sichern auch in der  Übergangszeit die Abläufe in der Einrichtung. Im Objekt lebten seit Dezember 2015 bis zu 350 Asylbewerber.

Im Jahr 2017 hatte das Sozialamt insgesamt 786 erstzugewiesene Asylbewerber unterzubringen. 2016 waren es 1837 Menschen und im Jahr 2015 waren es 4172.

 

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