Für den Bau eines Tunnels durch das Erzgebirge nach Prag hat das Bundesministerium für Verkehr dem Deutschen Bundestag die Unterlagen für die Parlamentarische Befassung für die Neubaustrecke übergeben. Es ist ein wichtiger Meilenstein für die Neubaistrecke von Dresden nach Prag, der das Elbtal entlasten würde. Das Projekt beinhaltet einen 30 Kilometer langen Tunnel durch das Erzgebirge und soll die Reisezeit zwischen Dresden und Prag von 2,5 Stunden auf künftig eine Stunde verkürzen. Sofern der Deutsche Bundestag der Fortführung des Vorhabens zustimmt, kann nach Klärung der haushälterischen Voraussetzungen der im Entwurf vorliegende Staatsvertrag mit der Tschechischen Republik unterzeichnet werden.

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Die DB hatte Ende 2023 ihre Vorzugsvariante für den Bau der neuen Strecke zwischen Dresden und Prag vorgestellt. Diese umfasst einen rund 30 Kilometer langen Tunnel durch das Erzgebirge zwischen Heidenau und dem tschechischen Verkehrsknoten Ústí nad Labem. Der Vergleich verschiedener Varianten hatte ergeben, dass ein durchgehender Tunnel sowohl für die Umwelt als auch verkehrlich, technisch und wirtschaftlich die beste Lösung für die neue Strecke ist.

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Die Deutsche Bahn AG hat das Vorhaben in einem Video zusammen gefasst: https://www.youtube.com/watch?v=PHYtDZIGtGk&t=68s

Zum Neubau von Deutschlands längsten Tunnel gehört auch der Ausbau der Strecke zwischen Dresden und Heidenau. Damit der Zugverkehr reibungslos durch den neuen Tunnel fahren kann, müssen beispielsweise etwa 46 Kilometer neue Gleise, rund 90 neue Weichen, moderne Leit- und Sicherungstechnik sowie neue Abstellmöglichkeiten für Züge gebaut werden.

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Die bisherige Strecke im Elbtal hat die Grenzen ihrer Kapazität erreicht. Die neue Verbindung bietet künftig eine hochwassersichere Alternative. Das Projekt wird die Reise- und Transportzeiten im nationalen und internationalen Personen- und Güterverkehr deutlich verkürzen. Damit leistet die Neubaustrecke einen wichtigen Beitrag dazu, mehr Verkehr von der Straße auf die klimafreundliche Starke Schiene zu verlagern. Außerdem wird die Tschechische Republik in das mitteleuropäische Hochgeschwindigkeitsnetz eingebunden.

Quelle: Bundesministerium für Verkehr/ Deutsche Bahn AG/InfraGO