Dresden und seine Brücken, ein einzigstes Desaster. Die Brücke Budapester Straße ist 850 Meter lang und überspannt das westliche Gleisfeld des Dresdner Hauptbahnhofs, eine zweigleisige Strecke der Dresdner Straßenbahn und die Ammonstraße. Da in diese Brücke auch den ehemaligen DDR-Stahl verbaut wurde wie in der Carolabrücke war es nur eine Frage der Zeit, bis es Problemen kommt.  Das Schallemissionsmonitoring hatte in der Vergangenheit gezeigt, dass sich die Lage seit der Sperrung weiter verschärft hat.

Brücke Budapester Straße hat "Notunterstützung“ erhalten. Foto: MeiDresden.deBrücke Budapester Straße hat "Notunterstützung“ erhalten. Foto: MeiDresden.de

Wie die Landeshauptstadt Dresden im Juni mitteilte kam es dazu, das weitere sechs Spanndrähte auf der Achse C gerissen sind. Um die Brücke zu entlasten wurden bereits unter der Brücke vier Schwerlaststützen aus Stahl errichtet.

Brücke Budapester Straße hat "Notunterstützung“ erhalten. Foto: MeiDresden.deBrücke Budapester Straße hat "Notunterstützung“ erhalten. Foto: MeiDresden.de

Wenn diese fertig aufgestellt sind ist die die Unterfahrt der Brücke auf der Ammonstraße gesichert und es werden wieder zwei Fahrspuren pro Richtung freigegeben.

In einem zweiten Schritt der "Notunterstützung“ will die Landeshauptstadt Dresden bis Mitte/Ende September 2026 den vorläufigen Betriebszustand der Brücke wiederherstellen. Dafür sollen in drei weiteren Brückenfeldern insgesamt acht zusätzliche Unterstützungen aus verfüllten Beton-Brunnenringen aufgebaut werden.

Brücke Budapester Straße hat "Notunterstützung“ erhalten. Foto: MeiDresden.deBrücke Budapester Straße hat "Notunterstützung“ erhalten. Foto: MeiDresden.de

Erhalt statt Abriss im Fokus
Sobald die Konstruktionen stabil stehen, werden die Bauwerksuntersuchungen fortgesetzt. Geplant sind weitere Bauteilöffnungen an der Unterseite, um ein ganzheitliches Bild des Brückenzustands zu bekommen. Die Errichtung der Gerüste dient dazu, den Verkehr baldmöglichst wieder aufzunehmen. Ziel ist es, das Bauwerk so zu ertüchtigen, dass es noch mindestens zehn Jahre zur Verfügung steht. Diese Zeitspanne soll genutzt werden, um einen geordneten Ersatzneubau vorzubereiten.

Quelle: LH Dresden