Beim Abriss der Carolabrücke 2025 wurden mehrere Blindgänger von Bomben aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Vor diesem Hintergrund ist vor dem Wiederaufbau eine vorsorgliche Untersuchung des künftigen Baufeldes auf eine mögliche Kampfmittelbelastung veranlasst worden. Seit Oktober 2025 laufen die entsprechenden Sondierungsarbeiten durch eine Fachfirma. Dabei wurden insgesamt 31 sogenannte „Störstellen“ in einer Tiefe von zwei bis vier Metern identifiziert. 29 dieser Punkte werden nach fachlicher Bewertung als unkritisch eingestuft. Zwei Ortungen bedürfen jedoch einer weitergehenden Untersuchung, da jeweils der Verdacht auf einen Bombenblindgänger besteht.

Aktueller Stand und zeitlicher Ablauf
Die Sondierungsarbeiten konnten bislang planmäßig und ohne Verzögerungen durchgeführt werden. Die ursprünglich vorgesehene Zeitschiene bleibt bestehen und wird nun wie folgt konkretisiert: Am Dienstag, 10. März, werden die beiden letzten Verdachtspunkte freigelegt. Dafür wird ab 16 Uhr ein Sperrkreis von 150 Metern rund um die Fundstelle eingerichtet. Die Wasserstraße Elbe wird gesperrt. Die Staatskanzlei sowie die Ministerien für Kultus und Finanzen schließen 15 Uhr. Im Umkreis gilt Drohnenflugverbot.

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Nach der Freilegung ist eine fachliche Beurteilung der Funde möglich. Dann wird klar sein, ob es sich um Kampfmittel handelt, die entschärft werden müssen. Mit dieser Entscheidung ist am frühen Abend des 10. März zu rechnen. Sollte sich dabei herausstellen, dass keine Gefahrenlage besteht, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich. Es muss nicht evakuiert werden.

Bestätigt sich der Verdacht auf einen oder zwei Bombenblindgänger, würde das bereits kommunizierte Evakuierungskonzept greifen. Lageabhängig wird nach der Begutachtung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst entschieden, ob eine Evakuierung noch am Abend des 10. März erforderlich ist oder am Folgetag, Mittwoch, 11. März, durchgeführt wird.

Elbradweg
Der Elbradweg ist bereits an der Baustelle gesperrt und umgeleitet. Ab Freitag, 6. März 2026, 14 Uhr wird der Elbradweg für das Wochenende geöffnet und dann ab Montag, 9. März 2026, 6.30 Uhr wieder gesperrt für die kommende Woche.

Information der Bevölkerung
Die Bevölkerung wird in jedem Fall noch am Abend des 10. März über das Ergebnis der Untersuchung informiert. Sollte eine Evakuierung erforderlich werden, erfolgt die Information über die Internetseite www.dresden.de/bombe, über die Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt Dresden und der Feuerwehr Dresden sowie über Warn-Apps, die an das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) angeschlossen sind. Im Falle einer sofortigen Evakuierung wird auch das Sirenen-Warnsystem der Landeshauptstadt Dresden ausgelöst.

Möglicher Evakuierungsbereich
An der grundsätzlichen Planung, dem vorgesehenen Evakuierungsradius von 1.000 Metern sowie den vorbereitenden Maßnahmen ändert sich nichts. Lediglich an der Kreuzung Güntzstraße / Pillnitzer Straße wurde der Evakuierungsbereich geringfügig angepasst.

Für den Fall einer notwendigen Evakuierung wird eine Notunterkunft in der Messe Dresden eingerichtet. Zur Erreichbarkeit werden durch die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) am 11. März zusätzliche Transportmöglichkeiten angeboten. Die hierfür eingesetzten Busse und erstmals auch Straßenbahnen verkehren im Zeitraum von 7 Uhr bis 9 Uhr im etwa 20-Minuten-Takt.

Busroute zur Notunterkunft:
·        Sachsenplatz
·        Striesener Straße / Gerichtsstraße
·        Pirnaischer Platz / Wilsdruffer Straße (Haltestelle am Landhaus)
·        Messe Dresden

Straßenbahnroute zur Notunterkunft:
·        Albertplatz
·        Carolaplatz
·        Augustusbrücke (Blockhaus)
·        Theaterplatz

Zur Umleitungsführung der Straßenbahn- und Buslinien im Evakuierungszeitraum informieren die Dresdner Verkehrsbetriebe in Kürze selbst. Die Notunterkunft und die Haltestellen sind im Themenstadtplan zu finden unter www.dresden.de/themenstadtplan

Rückfragen beantwortet zudem die eingerichtete Bürgerinformationshotline unter 0351-4887666 (Montag, 9. März:  9 bis 17 Uhr, Dienstag 10. März: 9 Uhr bis 24 Uhr, Mittwoch 11. März: 7 Uhr bis 18 Uhr).


Hinweis: Sobald wir weitere Informationen haben, werden wir diese am Dienstagabend auch hier veröffentlichen.



Quelle: Landeshauptstadt Dresden