ots) In einem Lokal auf der Harthaer Straße wurde durch Unbekannte ein reizgasartiger Stoff ausgebracht. Mehrere Personen klagten daraufhin über Atemnot sowie Reizungen der Augen und Atemwege. Aufgrund der initial gemeldeten Anzahl von über zehn Betroffenen löste die Leitstelle einen MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten) aus. Dabei werden zusätzliche Einsatzkräfte und Führungsstrukturen alarmiert sowie vorsorglich Krankenhäuser über eine möglicherweise größere Anzahl von Patienten in kurzer Zeit informiert. 

© Roland Halkasch Etwa 90 Einsatzkräfte wurden alarmiert.© Roland Halkasch Etwa 90 Einsatzkräfte wurden alarmiert.

Wann? 15. Januar 2026, 20:15 Uhr - 21:30 Uhr - Wo: Harthaer Straße, Gorbitz

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Lage durch die Polizei gesichert. Der reizgasartige Stoff war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr identifizierbar und messtechnisch nicht nachweisbar. Insgesamt wurden vor Ort fünf Personen als verletzt eingestuft und rettungsdienstlich versorgt. Eine Person wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert, die übrigen Betroffenen ambulant versorgt.

Nach der Lageerkundung und medizinischen Versorgung konnte der Kräfteansatz rasch reduziert werden. Die Gaststätte wurde kontrolliert, weitere Reizwirkungen konnten nicht festgestellt werden.

Zu dem Einsatz wurden rund 90 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr, der Stadtteilfeuerwehren Wilschdorf und Weixdorf, mehrerer Rettungswachen sowie die Führungsdienste, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und ein Leitender Notarzt alarmiert.

Die Polizei hat die Ermittlungen zum Sachverhalt aufgenommen.

Polizeimeldung zum Vorfall:

Bisherigen Ermittlungen zufolge fielen der Täter sowie sein Begleiter durch ihr aggressives Verhalten im Lokal auf. Als sie der Betreiber aufforderte, die Räume zu verlassen, sprühte einer der beiden mit Reizgas. Fünf Gäste, eine Frau (17) sowie vier Männer im Alter von 15 bis 38, erlitten leichte Verletzungen und mussten medizinisch versorgt werden. Nach dem Vorfall flohen die Täter.

Quellen: Feuerwehr Dresden, Polizei Sachsen