Insgesamt rund 8,4 Millionen Euro investiert die Landeshauptstadt Dresden im Jahr 2026 in Maßnahmen für den Fuß- und Radverkehr. Besonders Kinder profitieren von sicheren Schulwegen, während gleichzeitig das Radverkehrsnetz konsequent weiterentwickelt wird. Damit stärkt Dresden gezielt die Attraktivität des Umweltverbunds.

Schulwegsicherheit hat oberste Priorität
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf sicheren Schulwegen. Grundlage ist der Stadtratsbeschluss A0246/21, im Rahmen dessen die Schulwegsicherheit an allen Dresdner Grundschulen untersucht wurde. Fünf Schulen mit der höchsten Gefährdungslage stehen nun im Fokus:
·        4. Grundschule (Löwenstraße)
·        8. Grundschule (Konkordienstraße)
·        35. Grundschule (Bünaustraße)
·        95. Grundschule (Donathstraße/Troppauer Straße)
·        103. Grundschule (Hohnsteiner Straße/Forststraße)

Bereits im Frühjahr 2026 werden dort kurzfristige Maßnahmen umgesetzt, darunter markierte Gehwegvorstreckungen, sogenannte „Elterntaxi“-Haltestellen und weitere Radabstellanlagen. Ab 2027 folgen bauliche Anpassungen und zusätzliche Fußgängerüberwege.

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Auch im Umfeld weiterführender Schulen wird investiert. So werden derzeit rund um das Gymnasium „LEO“ in Seidnitz/Dobritz unter anderem Gehwege verbreitert, neue Querungshilfen eingerichtet und eine Ampelanlage gebaut.
An der Altenberger Straße/Hausdorfer Straße wird die Sicherheit auf dem Weg zur Freien Evangelischen Schule ebenfalls verbessert. Von März bis Juli 2026 werden Fahrbahn und Ampelanlage umgebaut sowie barrierefreie Querungsstellen errichtet.

Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn: „Kinder- und Jugendliche sind mit 55 Prozent aller Wege die Altersgruppe, die am häufigsten zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist. Bei Investitionen in Fuß- und Radverkehr hat die Schulwegsicherheit daher oberste Priorität. Gleichzeitig zeigen die Auswertungen der Blitzer: Auch vor Schulen und Kindergärten, wo häufig Tempo 30 gilt, mangelt es an Rücksichtnahme. Hier helfen Kontrollen, aber auch unsere Investitionen in neue Querungsstellen, Zebrastreifen und sichere Radwege.“

Neue Querungen und bessere Fußwege
Im gesamten Stadtgebiet werden 2026 sieben neue Fußgängerüberwege eingerichtet, unter anderem an der Ecke Dammweg/Lößnitzstraße, auf der Glacisstraße in Höhe des Heinrich-Schütz-Konservatoriums, der Schönfelder Landstraße in Höhe Zum Turmberg oder an der Rosa-Menzer-Straße in Höhe 51. Grundschule.
Zusätzlich entstehen zahlreiche Querungshilfen, Mittelinseln und Gehwegvorstreckungen – etwa auf der Münchner Straße oder der Pappritzer Straße. Auch bestehende Gehwege werden umfassend saniert, um Barrierefreiheit und Sicherheit zu verbessern. Ein weiterer Baustein: 1,5 Millionen Euro fließen in die Modernisierung der Straßenbeleuchtung, darunter LED-Umrüstungen und intelligente Lichtsteuerung.

Abschluss der Radroute Dresden Ost, Auftakt für Radroute Dresden Süd
Die Bauarbeiten an der Radroute Dresden Ost gehen in die letzte Runde. 2025 wurden an sechs Kreuzungsbereichen auf der Route Gehwegvorstreckungen angelegt und eine neue Verbindung von der Canalettostraße zum Straßburger Platz als Geh- und Radweg fertiggestellt.

Karte Radroute Dresden Ost ©Landeshaupstadt DresdenKarte Radroute Dresden Ost ©Landeshaupstadt Dresden

Paula Scharfe, Fachreferentin für Nahmobilität und Verkehrssicherheit: „Die Verkehrsdaten zeigen: Die Radroute Ost hat sich bewährt. In diesem Jahr wird nun der letzte, östliche Abschnitt der Radroute auf der Kipsdorfer Straße zwischen Altenberger Straße und Schulcampus Tolkewitz angelegt. Das umfasst die Einrichtung der Fahrradstraße sowie die Herstellung weiterer Gehwegvorstreckungen. Aufgrund der guten Erfahrungen widmen wir uns ab diesem Jahr auch der Umsetzung der Radroute Dresden Süd.“

Bei der Radroute Dresden Süd geht es mit einer ersten Vorleistung los: Es werden Radverkehrsanbindungen von der Budapester Straße in die Wielandstraße und die Hohe Straße geschaffen, denn diese beiden Straßen werden perspektivisch zu Fahrradstraßen.

Darüber hinaus werden zahlreiche Einzelmaßnahmen umgesetzt, darunter:
·        neue Radverkehrsanlagen auf der Reicker Straße/Altreick/Mügelner Straße mit dem Abschnitt von der Gamigstraße bis Prohliser Straße weiter (RVK Nr. 633)
·        Fahrbahnsanierung der Heidestraße zwischen Großenhainer Straße und Maxim-Gorki-Straße (RVK Nr. 756)
·        neue Schutzstreifen und Radfahrstreifen (z. B. Kesselsdorfer Straße, Blasewitzer Straße)
·        Rotmarkierungen für mehr Sichtbarkeit an elf Standorten
·        Fahrradabstellanlagen (16 Standorte mit rund 200 Einstellmöglichkeiten)
·        Lastenradstellplätze an zehn Standorten

Ein besonderer Meilenstein ist der Baubeginn eines Fahrradparkhauses am Bahnhof Dresden-Neustadt mit über 800 Stellplätzen ab Sommer 2026.

Elberadweg und regionale Verbindungen im Fokus
Auch entlang des Elberad- und Wanderweges werden aktuell mehrere Abschnitte parallel vorangebracht. In Übigau erfolgt bis 2027 im Rahmen der Deichertüchtigung durch die Landestalsperrenverwaltung der Ausbau des rechtselbischen Radwegs zwischen Autobahn- und Flügelwegbrücke. Die daran anschließenden Abschnitte elbaufwärts bis Pieschen folgen bis 2030. Im Abschnitt Johannstadt wurde die Planung wieder aufgenommen. Nun laufen vorbereitende Umweltuntersuchungen zur Erweiterung des Elberadwegs. In Niederpoyritz befinden sich zwei Abschnitte in Bebauungsplanverfahren. Ein Abschnitt steht kurz vor der Entscheidung im Stadtrat, für den zweiten wird gegenwärtig der Entwurf für die Offenlage vorbereitet.

Finanzierung
Simone Prüfer, Leiterin des Straßen- und Tiefbauamts: „Für 2026 stehen insgesamt 3,8 Millionen Euro für den Radverkehr, davon 1,4 Millionen Fördermittel, und 4,6 Millionen Euro für den Fußverkehr zur Verfügung. Dazu kommen weitere Mittel für den Rad- und Fußverkehr, die im Rahmen von komplexen Bauvorhaben umgesetzt werden. So zum Beispiel bei der Stauffenbergallee, die bald fertiggestellt wird, oder auch bei Campuslinie oder Königsbrücker Straße.“


Quelle: Landeshauptstadt Dresden