Seit Juli 2026 führt die Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) in den Foyers des Schauspielhauses des Staatsschauspiels Dresden notwendige Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen durch. Zusätzlich erfahren die Räume eine brandschutztechnische Ertüchtigung unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Aspekte.

Schauspielhaus Dresden. Foto: MeiDresden.deSchauspielhaus Dresden. Foto: MeiDresden.de

Die Wandelgänge werden nach historischem Vorbild restauriert. Dabei erhalten die alten Gewölbe ihre Stuckelemente und die Foyers durch die original anmutenden Spiegel und schweren Vorhänge ihr historisches Aussehen zurück.Die aktuelle Baumaßnahme erstreckt sich über vier Ebenen: das Vestibül, die Parkett-Ebene, den 1. und den 2. Rang und wird in mehreren Bauabschnitten realisiert. Die Räume sollen voraussichtlich mit Beginn der neuen Intendanz zur Spielzeiteröffnung im Herbst 2027 frisch saniert an den Nutzer übergeben werden.

Für die neue Elektro-Verkabelung wurden Erkundundungsbohrungen durchgeführt und Fädelöffnungen hergestellt. © Knut Börner, SIBFür die neue Elektro-Verkabelung wurden Erkundundungsbohrungen durchgeführt und Fädelöffnungen hergestellt. © Knut Börner, SIB

In der diesjährigen Spielzeitpause wurden die alten Garderoben in den Ebenen zurück gebaut, an deren Stelle zukünftig moderne Gastronomie-Ausgabetresen mit speziellen Brandschutzrollos gesetzt werden sollen. Des Weiteren wurden Erkundungsbohrungen durchgeführt und Fädelöffnungen für die neue Elektro-Verkabelung hergestellt. Die Oberflächen wurden von zahlreichen Farbschichten befreit. In der Parkett-Ebene wurden der rote Teppich zurückgebaut, Parkettschleifarbeiten ausgeführt und die Fußbodenflächen wieder versiegelt. Die historischen Gemälde, die die »Ahnengalerie« des Theaters umfassen, wurden von den Wänden abgenommen, gesichert und zur Restaurierung übergeben.

In der Spielzeit 2026/2027 sollen die historischen Stuckdecken wiederhergestellt und die Veranstaltungstechnik erneuert werden. Dafür wurden im Foyer des 1. Ranges ein Gerüst und ein Tunnel in Trockenbau errichtet. Trotz der umfangreichen Arbeiten wird der Spielbetrieb in vollem Umfang aufrechterhalten. So wird es den Gästen des Schauspielhauses möglich sein, die Sanierungsarbeiten zu verfolgen.

Das Parkett wurde geschliffen und neu versiegelt, die historischen Gemälde wurden abgenommen und gesichert.. © Knut Börner, SIBDas Parkett wurde geschliffen und neu versiegelt, die historischen Gemälde wurden abgenommen und gesichert.. © Knut Börner, SIB

Die genehmigten Gesamtbaukosten für die die Arbeiten liegen bei rund 2 Mio. Euro. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

Hintergrund
Das Gebäude des Staatsschauspiels wurde als eines der ersten Stahlbetongebäude in Dresden am 13. September 1913 eröffnet. 1945 zum Teil zerstört und später wiederaufgebaut, beheimatete das Gebäude 1948 als Großes Haus des Staatstheaters Dresden Schauspiel, Staatskapelle und Oper. Sein heutiges Erscheinungsbild verdankt es einer Komplettsanierung im Jahr 1995

Quelle:Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement